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Wettkampf gegen den Preis!

  1. Wettkampf gegen den Preis! #1
    Mtum94

    Wettkampf gegen den Preis!

    Hi,

    ich habe mich hier bei euch angemeldet weil ich sehr gerne Fahrrad fahre und gerne was probieren möchte, für das die meisten hier mich wahrscheinlich als unreif oder dumm abstempeln werden. Sollte es jedoch doch welche geben, die mir ernsthafte Antworten geben können, würde ich mich sehr freuen.

    Sehr oft wird gesagt, dass Discounter Fahrräder getarnter Müll sind. Und da ich heute beim Einkaufen ein MTB für 200€ gesehen habe, habe ich es gleich mitgenommen um es auf seine Grenzen zu bringen.

    Ich möchte damit von Bremen nach Düsseldorf fahren.
    Gleich vorne weg!:
    Wenn es kaputt geht, ist es kaputt. Dann nehm ich die Bahn zurück.
    Wenn ich mich dabei verletze - Hab's so gewollt.
    Wenn ichs unversehrt bis nach Düsseldorf schaffe - .. cool!


    Seht es als Härtetest. Wenn es die Strecke nicht übersteht spar ich für ein Qualitätsfahrrad.

    Ich fahre täglich nur ca. 10km Fahrrad. Eben habe ich mit diesem eine Strecke von 40km in ca. 2 Stunden bei ca. 20km/h zurückgelegt, der Großteil der Strecke war Waldweg und Autobahn mit großem Höhenunterschied. Von der Kondition her absolut kein Problem, bequem war es auch, das einzige was auf Dauer nerven könnte wäre der Sattel der auf Dauer drückt.


    Ich plane diese Strecke auf 2 Tage zu legen, so dass ich mir bei ca. 150km von den 300km ein Hotel buche. Am Zielort würde ich dann bei Freunden bleiben und irgendwann mit der Bahn zurück.
    Zwischendurch würde ich natürlich Pausen machen um

    Mitkommen würde nur Leichtgepäck im Rucksack. (zzgl. natürlich Pannenwerkzeug und Energieproviant)


    Bevor ich jetzt weiter schreibe:
    Was sagt ihr?
    Völlig unmöglich und selbstmörderisch?
    Ich kann nur sagen dass ich sehr ergeizig und spontan bin. Geld für ein 1000-2000€ Fahrrad habe ich nicht. Und weil ich so spontan bin plane ich das ganze in 2-3 Wochen.


    Ich freu mich auf Antworten von euch experten



    Hier mal ein paar Daten aus dem Aushangszettel:
    Full Suspension MTB
    66,04cm (26")
    Rahmen: D-Type Rahmen Stahl
    Rahmenhöhe 500mm
    Schaltung 18-Gang Schimano TX35
    *Federgabel
    *MTB Lenker und BarEnds

    Twist Shifter TSM28 - Schaltung
    RD-TX75/RD-TX55/RD-TX35 Schaltwerk

  2. Wettkampf gegen den Preis! #2
    Gast21721
    Viel Erfolg, find ich cool!
    Nur sind 300km keine wirkliche Herausforderung, zumindest nicht für das Rad (oder sollten es nicht sein). 3000 wäre was anders ;-)

    Du bist schon eher das "Problem". 150km ist ne echte Hausnummer, aber probier es. Nicht unmöglich und sicher auch nicht selbstmörderisch, aber nicht einfach. Vergiss nicht genug zu essen und zu trinken!!!
    Wichtig wäre vielleicht noch ne (gute!) Radhose, wenn dir jetzt schon der A... weh tut. Oder ne Hose und ein guter Sattel . Naja, versuch macht kluch....

    Wie gesagt: ich wünsch dir alles Gute!

    Die Daten kommentiere ich lieber nicht ;-)

  3. Wettkampf gegen den Preis! #3
    Rainer53
    Überprüf vor Fahrtantritt noch mal alle Schraubverbindungen und "Auf Gehts"
    300km sollten in zwei Tagen selbst mit dem Hobel zu schaffen sein.

    Viel Glück.

  4. Wettkampf gegen den Preis! #4
    Mtum94
    WOW!
    Ich bin echt überrascht von der bisher positiven "Resonanz" auf mein Vorhaben.
    Klar, bei den Daten handelt es sich um den Mix aus Dingen die eigentlich den Wert vom ganzen Fahrrad haben sollten und NoName. Aber das interessiert mich erst wenn das Ding ausseinanderbricht, so bin ich halt :P

    Ich habe mir grade mal so eine Radlerhose angesehen, ich dachte immer das wäre einfach nur ein Markenzeichen der Radler. Aber die haben ja echte A-Polster! Klasse, danke für den Tipp!


    Genug zum Fahrrad, jetzt mal zu mir:
    Ich bin 184cm groß und wiege mittlerweile 85kg. Vor nicht einmal 2 Jahren waren es noch 120kg, was vermutlich auch der Grund dafür ist, dass ich teilweise mehr Ausdauer habe als andere, die eigentlich besser in Form sind. Inzwischen habe ich absolut keine Probleme mehr mit anderen mitzuhalten, ich würde sogar sagen, dass meine Beine die 35kg vermissen.


    Was für mich aber sehr wichtig ist:
    Wie organisiere ich dass ganze? Reicht einer dieser Fahrradroutenplaner?
    Sollte ich mich nach Wetterdaten richten? Wenn ja, in wie fern?
    Wie siehts mit einer Pulsuhr aus?

    Gibt es hier eventuell sogar einen Thread für Anfänger-Tipps?



    Danke für eure bisherigen Antworten

    PS: Ich war erstaunt darüber, dass es "nur 300km" heißt. Aber jetzt lese ich grade einen Blog über einen Radler der bis nach China gefahren ist!! :x

  5. Wettkampf gegen den Preis! #5
    Gast21721
    Wie gesagt: Essen und trinken nicht vergessen.

    Und laaaaangsam fahren. Du willst ja keinen Geschwindigkeitsrekord aufstellen, sondern ankommen. 150km bei einem 15er Schnitt sind 1ß Stunden Fahrzeit, +3 Stunden Pausen....passt.

    Ein Fahrradroutenplaner reicht, um die Route grob zu planen. Aber du musst trotzdem Karten haben/mitnehmen, höchstens 1/100:000 besser 1/50.000

    Pulsuhr: warum? hast du Herzprobleme?

    Wetterdaten: klar, wenn sie zwei Tage Regen ansagen, würde ich nciht starten. Zu heiß ist auch nciht prickelnd, geht aber (bis ca. 30 Grad im Schatten, das ist dann in der Sonne grenzwertig, dann genug trinken (mind 1 Liter/Stunde)

  6. Wettkampf gegen den Preis! #6
    träkker
    Wie organisiere ich dass ganze? Reicht einer dieser Fahrradroutenplaner?Sollte ich mich nach Wetterdaten richten? Wenn ja, in wie fern?
    Wie siehts mit einer Pulsuhr aus?
    Du wirst die deutsch-dänische Pilgerroute nehmen wollen (D-Route 7 bzw. Ochsenweg). Dabei wird die Strecke Bremen - Osnabrück dem Brückenradweg entsprechen.

    Die Strecke wird im allgemeinen gut ausgeschildert sein, aber nützlich wären noch mehrere 1:75.000-Radwanderkarten (in denen die Strecke ebenfalls eingezeichnet sein sollte). Um die Karte nicht andauernd aus dem Rucksack zerren zu müssen, ist ein Kartenhalter mehr als angezeigt.

    – Die zuverlässigsten Wetterdienste sind Wetter.de und Wetter.net. Ideal wäre Wind aus östlichen Richtungen, also eine Hochdruckwetterlage; typisch wäre auf Deiner Tour dagegen Gegenwind.

    – Eine Pulsuhr habe ich im Leben noch nicht gebraucht.

  7. Wettkampf gegen den Preis! #7
    Mtum94
    Danke für die Tipps!
    Ich dachte nur, dass man dabei seinen Puls im Auge halten sollte.

    Also besorge ich mir noch eine Radlerhose und Getränkehalter+Flasche(n).
    Ersatzschlauch? Flickzeug dürfte reichen, oder?

    Meine größte Sorge ist jetzt tatsächlich die Navigation.
    Wenn ich mir die Preise so ansehe, würde ich ungern mehrere Karten kaufen für eine einzige Tour. Außerdem bin ich eh einer, der mindestens 30 Minuten braucht um sich auf einer Karte zu finden.
    Auch bin ich recht Unorientiert. (Jaa, ich weiß. Für mein Vorhaben unpassend. Aber ich will es unbedingt tun)

    Wäre es nicht für diese Strecke eventuell Rentabler die ausgewählte Strecke aufzuteilen und auszudrucken?

    Ich habe ein Android (Defy+) mit Ersatzakku, leider aber keine Radnavigation, sondern nur Fußgängernavigation. Gibt es da gute Apps? (Ich wäre auch bereit mit einen weiteren Ersatzakku zu kaufen) Mit einer Akkuladung konnte ich Erfahrungsgemäß ca. 6 Stunden navigieren. Mit 3Akkus wären dass 18 Stunden Zeit, bis ich in Münster alle Aufladen kann.

    Um es kurz zu sagen: Ich brauche eine Idiotensichere Navigationsmethode.

  8. Wettkampf gegen den Preis! #8
    ENSI
    Zitat Zitat von Mtum94 Beitrag anzeigen
    Ich dachte nur, dass man dabei seinen Puls im Auge halten sollte.
    du merkst schon, wenn du es überteibst. gleichmäßig treten, pausen machen, auf den Körper hören, das passt schon.

    Zitat Zitat von Mtum94 Beitrag anzeigen
    Meine größte Sorge ist jetzt tatsächlich die Navigation.
    Wenn ich mir die Preise so ansehe, würde ich ungern mehrere Karten kaufen für eine einzige Tour. Außerdem bin ich eh einer, der mindestens 30 Minuten braucht um sich auf einer Karte zu finden.
    Auch bin ich recht Unorientiert. (Jaa, ich weiß. Für mein Vorhaben unpassend. Aber ich will es unbedingt tun)

    Wäre es nicht für diese Strecke eventuell Rentabler die ausgewählte Strecke aufzuteilen und auszudrucken?
    ich würde hier sagen: ja.
    Das wird dir das nötige Quentchen Sicherheit geben. Es ist sehr nervenaufreibend, irgendwo im Niemandsland mit der Grübelei anzufangen "wo genau bist du hier eigentlich? Hättest du vorhin rechts abbiegen sollen?"

    Wobei heutzutage aber die Ausschilderung oft schon sehr gut ist. Zur Not kann man nach dem Weg fragen. Bei der heutigen Siedlungsdichte fährt man keine 20km, ohne durch ein Dorf zu kommen.

    Zitat Zitat von Mtum94 Beitrag anzeigen
    Ich habe ein Android (Defy+) mit Ersatzakku, leider aber keine Radnavigation, sondern nur Fußgängernavigation. Gibt es da gute Apps? (Ich wäre auch bereit mit einen weiteren Ersatzakku zu kaufen) Mit einer Akkuladung konnte ich Erfahrungsgemäß ca. 6 Stunden navigieren. Mit 3Akkus wären dass 18 Stunden Zeit, bis ich in Münster alle Aufladen kann.
    Bekannter von mir ist mit Smartphone über die Alpen gefahren. ohne Ersatzakku. Hat nur alle paar Stunden mal angemacht, um zu sehen, wo er ist und wo es lang geht.
    letztendlich gibst du 200,- für ein Baumarktrad aus, willst aber dann auch gleich wieder Ersatzakku kaufen
    druck die Karten aus, schreib dir ein Routenbuch (Ort A, Ort B, Ort C) oder nutz dein Smartphone nur bei wirklichen unklarheiten.
    Ansonsten orientier dich am Sonnenstand.

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