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Der "Argumente gegen ein Billig-Rad" Thread :)

  1. Der "Argumente gegen ein Billig-Rad" Thread :) #25
    Gast20930
    Zitat Zitat von Herr Gerber Beitrag anzeigen
    Das könnte daran liegen, das man mit ein wenig Ahnung für 400€ durchaus einfache aber qualitativ gute und haltbare Räder bekommt. Der Preis bedeutet zwar Verzicht bei Austattung und ein par Zugeständnisse ans Gewicht, allerdings kann schon mal nicht kaputt gehen, was nicht vorhanden ist. 400€ sind genug für einen stabilen Rahmen, Robuste Laufräder und ausreichend wertige Lager, Antriebs Teile und Bremsen.
    Genau so ist es. Solange der Rahmen nicht durchbricht, hat man grundsätzlich mit V-Brakes für 10.- genau das gleiche Schadensrisiko und die gleichen Verschleißkosten wie bei einer fetten hydraulischen Bremse.

    Wenn bei meinem teuren Rad was kaputt gegangen ist, dann prompt die Sachen, die mein billiges Stadtrad gar nicht erst hat.

    Das soll kein Argument für Billigräder sein, aber zumindest die unspezifizierte Behauptung, mit teurer hätte man gleichzeitig auch "besser, haltbarer, zuverlässiger" usw., ist leider unrealistisch.

    Zudem kümmert sich eine Schraube, ein Hydraulikschlauch, ein Zug, ein Materialfehler in Gussteilen, eine Klebestelle, oder sonstwas, nicht darum, ob es an einem teuren oder billigen Rad verbaut wurde. Ein Gesamtteil ist nur so gut wie das Einzelteil.

    Und da muss man schon wirklich viel Geld für ein Rad aus einer kleinen Manufaktur in die Hand nehmen, bevor die Komposition der Einzelteile insgesamt so gut wird, dass das Gesamtprodukt mehr Haltbarkeit erzeugt.

    Der Rest ist doch so und so Mainstream, der durch ein paar teure Komponenten aufgepeppt wurde ...

  2. Der "Argumente gegen ein Billig-Rad" Thread :) #26
    derunglaublichemrt
    Erstens ist es ja eine Frage des Geldes!

    Aber wenn Du einen wichtigen - wenn nicht den wichtigsten Unterschied haben willst:

    geh in einen Supermarkt und überleg Dir, ob Dir dort das Ambiente zum Kauf eines Fahrrads gefällt.
    Und geh dann Alternativ in einem ausgewählten Fachhandel, der Räder von höherwertigen Herstellern führt, sagen wir mal MaxCycles, VSF oder Wanderer etc.

    Dann wird man schnell ein Gefühl dafür entwickeln, ob man dem Ambiente eines teuren Rads erliegt und 1000 oder mehr Euro ausgeben will.

    Wer sich jedoch sagt, "ich brauch das Rad nur für das tägliche Zigaretten holen an der nächsten Tanke"...dann spart das Geld!!!

    Ein jeder wird schnell merken, wieviel er ausgeben kann, bzw. dann auch ausgeben will. Wer eine Vorfreude auf sein Rad hat und keinen Cent bereut, der fährt auch meist relativ oft. Wer sich notgedrungen ein Billigrad kauft, der fährt (in den Meisten Fällen) weniger damit.

    Mir sind nur sehr wenige "Vielradler" bekannt (Ausnahmen bestätigen die Regel), die einen Billigtraktor fahren. Diejenigen, die hier Meilen schaffen, haben in der Regel auch gute Räder.

    Das ist meine Argumentation zum Thema.

    Gruss und Kuss
    Dein Julius

  3. Der "Argumente gegen ein Billig-Rad" Thread :) #27
    klingel
    Zitat Zitat von Ritzelquäler Beitrag anzeigen
    bevor die Komposition der Einzelteile insgesamt so gut wird, dass das Gesamtprodukt mehr Haltbarkeit erzeugt.
    Wenn man mal ehrlich ist, so ist alles auf Verschleiß ausgerichtet. Räder sollen garnicht robust sein. Leider bekommt man in der Einzelfertigung auch wieder die gleichen Stangenartikel ans Rad.

    Selbst die Rohlinge für handgefertigte Rahmen dürften irgendwo aus Asien stammen.
    Am Ende wollen diese Menschen auch einfach nur günstig einkaufen und Profit machen.

    Jemand müsste sich mal die Mühe machen und herausfinden, ob der Begriff "Qualitätsrahmen", "Qualitätsstahl" o.ä. geschützt ist. Da würden denke ich so einige aus dem Staunen nicht mehr rauskommen.
    Geändert von klingel (05.05.2012 um 12:55 Uhr)

  4. Der "Argumente gegen ein Billig-Rad" Thread :) #28
    Gast20930
    Zitat Zitat von klingel Beitrag anzeigen

    Wenn man mal ehrlich ist, so ist alles auf Verschleiß ausgerichtet. Räder sollen garnicht robust sein. Leider bekommt man in der Einzelfertigung auch wieder die gleichen Stangenartikel ans Rad.
    Ein Billigrad wird nach meiner Meinung vor allem von seinem miesen Auslieferungszustand gekennzeichnet, nicht von den reinen Komponenten. Man bekommt nach der Definition also nur ein top Rad, wenn es von einem Fachmann mit Ahnung und Zeit (!) vor der Auslieferung auf Vordermann gebracht wurde.

    Auch eine teure Komponente braucht eine kundige Hand, die sie einmal ordentlich justiert. Erst dann ist sie (wahrscheinlich) für deutlich mehr Kilometer gut als das Billigteil.

  5. Der "Argumente gegen ein Billig-Rad" Thread :) #29
    Rad-Max
    Zitat Zitat von derunglaublichemrt Beitrag anzeigen
    Mir sind nur sehr wenige "Vielradler" bekannt (Ausnahmen bestätigen die Regel), die einen Billigtraktor fahren. Diejenigen, die hier Meilen schaffen, haben in der Regel auch gute Räder.
    gut ist für mich, wenn ein Rad subjektiv angenehm fährt und außerhalb des normalen Verschleisses keine Probleme oder unnatürliche Geräusche macht. und das kann ganz sicher schon ein 400 Euro Rad. ob auch die 200er, weiß ich nicht. aber ganz sicher braucht es dafür keine 1.000 Euro.

    der Mehrgewinn eines teuren Rades ist wie bei fast allen Dingen ab einer gewissen Basis mit steigendem Preis signifikant kleiner werdend.

    das manche trotzdem mehr Geld ausgeben, liegt eher am guten Marketing der Branche samt "nice to have" oder "haben wollen" oder "protzen wollen".

  6. Der "Argumente gegen ein Billig-Rad" Thread :) #30
    axel
    Zitat Zitat von derunglaublichemrt Beitrag anzeigen
    Mir sind nur sehr wenige "Vielradler" bekannt (Ausnahmen bestätigen die Regel), die einen Billigtraktor fahren. Diejenigen, die hier Meilen schaffen, haben in der Regel auch gute Räder.
    sehe ich genauso. wenn ich oft und viel fahre, möchte ich einfach ein rad haben, das zuverlässig ist, wo nicht spontan die bremse auseinanderfliegt, wenn ich in die eisen gehen muss. wo die reparaturen den kaufpreis nicht nach einem jahr überholen, wo ich einfach mal auch ein halbes jahr fahren möchte, ohne großartig hunderte teile austauschen zu müssen. rumschrauben macht mir zwar auch spaß, aber ab einer bestimmten häufigkeit wird es auch etwas lästig

    noch ein argument: nach meiner erfahrung sind die wartungskosten geringer, wenn der anschaffungspreis höher ist. mit meinem jetzigen rad, was 100% teurer war als das vorherige, denke ich, auf die lebensdauer gerechnet, bei 70% der gesamtkosten des vorherigen rades anzukommen. ein teureres rad ist also (in bestimmten preisgrenzen sicherlich) nur scheinbar teurer als ein billiges rad.

    viele grüße
    axel

  7. Der "Argumente gegen ein Billig-Rad" Thread :) #31
    klingel
    Durch ne KS und V-Brakes, wird man gezwungenermaßen zum Schrauber, irgendwann.
    Fährt eigentlich jemand Kool Stop Beläge für V-Brake? Fühlen die sich anders an, packen mehr?

  8. Der "Argumente gegen ein Billig-Rad" Thread :) #32
    Swiftnick
    Die bringen schon eine gute Bremsleistung und gehen auch schonender mit der Felge um als manch anderes Fabrikat.
    Allerdings kann man im Trekking- Stadteinsatz auch mit Standardbelägen gut zurechtkommen, wenn sonst alles stimmt (Material, Einstellung, Zustand der Züge).

    Baut man sie an das klassische 200 € Supermarktrad mit verzinkten Zügen, die schon weißes Zinkoxid oder gar Rost unter den zu langen Bremszughüllen haben, und mit Bremshebeln, deren Lenkerklemmung aus ordentlich flexendem Kunststoff besteht, werden sie nicht viel reißen.

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