Trekkingrad für Radreisen gesucht
Diskutiere Trekkingrad für Radreisen gesucht im Trekking Forum im Bereich Fahrrad-Foren Allgemein; Hallo zusammen, ich habe mich hier angemeldet, weil ich Rat bräuchte beim möglichen Kauf eines Rades.
Was möchte ich?
Ich bin letztes Jahr den Elberadweg gefahren und
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04.04.2012, 00:01
Trekkingrad für Radreisen gesucht
#1
Trekkingrad für Radreisen gesucht
Hallo zusammen, ich habe mich hier angemeldet, weil ich Rat bräuchte beim möglichen Kauf eines Rades.
Was möchte ich?
Ich bin letztes Jahr den Elberadweg gefahren und da auf den Geschmack gekommen, Radreisen zu machen. Dieses Jahr steht wohl der Rheinradweg an (flussaufwärts), evtl. noch der Main- oder Innradweg (evtl. auch flussaufwärts). Warum flussaufwärts? Mich hat der Ehrgeiz gepackt, auch mal bergauf zu fahren (Oberalppass am Ende des Rheinradwegs) ;-)
Was habe ich für ein Fahrrad bisher?
Ich habe mir letztes Jahr ein 500 EUR Fahrrad von Gepida gekauft (genaue Typenbezeichnung kenn ich nicht). Hat eine 7-Gang-
Narbe
und sonst keine Sonderausstattung. Das Ding hat vorne ne Federgabel und keine Möglichkeit für den Anschluss von Lowrider-Taschen. Den Elberadweg hat das Fahrrad problemlos geschafft.
Warum ein neues?
Wie gesagt, plane ich, auch mal bergauf zu fahren. Dafür reicht 7-Gang-
Narbe
nicht. Zudem ist das Gepida halt ein stinknormales Fahrrad. Ich weiß nicht,
-ob der Gepäckträger auf Dauer die Belastung (17 kg an Gepäck waren es letztes Jahr sicherlich) hält,
- ob die
Speichen
irgendwann nicht doch mal brechen,
- ob insbesondere die Bremsen eine Abfahrt aushalten
- Außerdem hätte ich gerne auf Dauer Lowrider-Taschen vorne.
Daher meine Überlegung, nicht besser ein auf Reisen abgestimmtes Fahrrad zu kaufen, da ich keine Lust hab, irgendwo mal mit gebrochenem Gepäckträger zu stehen oder noch schlimmer auf ner Abfahrt zu stürzen, weil das Fahrrad seinen Geist aufgibt...
Was brauche ich?
Ergibt sich eigentlich durch oben genannte Punkte:
- Kettenschaltung 21 Gang halte ich für sinnvoll
- ein Fahrrad, was auch für eine BErgabfahrt sicher ist
- ein Fahrrad, was über längere Zeit und zur Not holprige Strecken Gepäck transportieren kann, ohne zu brechen
- Möglichkeiten der Befestigung von Lowridern
Welcher Preisrahmen:
Möglichst günstig, da ich mir eigentlich kein neues Fahrrad leisten kann... Aber mit dem Gepida kann ich leider wohl den Rheinradweg vergessen... 
Es wäre toll, wenn ich unter 1000 oder nicht deutlich über 1000 EUR hinauskäme.
Kurz zu mir:
Größe: 1,78
Gewicht: 67
männlich
Also wenn ihr Tipps für ein neues Fahrrad habt oder gar Möglichkeiten seht, mein bisheriges umzubauen (geht das, lohnt sich das?), würd ich mich sehr freuen!
Danke schon mal!
Ich versuche mal, nen Link zu meinem jetzigen Gepida zu finden!
Edit: Das (oder zumindest ein ähnliches) ist mein aktuelles:
http://www.amazon.de/Gepida-Reptila-.../dp/B001K9DXTK
Ich glaube, auf Radreisen bin ich mit dem nicht auf der sicheren Seite, oder?
Geändert von BohDo (04.04.2012 um 00:14 Uhr)
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04.04.2012, 13:34
Trekkingrad für Radreisen gesucht
#2
Erstmal grundlegend 
1) Nabe, eine
Narbe
ist eine Unregelmäßigkeit auf der Haut 
2) normale Gepäckträger halten problemlos 20kg, bessere bis zu 40 oder so. Zumindest laut Hersteller, mehr dürfte immer gehen, aber dann biste eben nimmer in der Gewährleistung. 17-20kg sind im Normalfall kein Problem.
3) Nabe
4) Die
Speichen
werden's aushalten, sofern das Rad gut eingespeicht (und nach ~100-200km nachgespeicht) wurde und du dich im Rahmen des maximalen Systemgewichts (normalerweise 120kg, Systemgewicht ist Du+Rad+Gepäck, da wirst du also mit <70 kein Problem haben. Selbst mit nem 20kg-Panzer hättest du noch Raum für 30kg Gepäck *g*).
5) Nabe
6) In dem Preisrahmen (800-1000+) wirst du keine Probleme mit gescheiten Bremsen haben, die taugen alle. Sinnvoll ist meist aber, die Beläge auszutauschen. Vorallem die Shimano-Beläge sind zu hart.
7) N... *räusper* 21 Gänge waren vor Jahren mal aktuell
Wenn du heute nen Neurad mit unter 27 Gängen siehst (und es kein Rennrad ist), nimm Abstand davon. Da sind Billiggrabbelkistenteile verbaut.
8) Sofern du kein hartes Gelände damit fährst - nein, Waldwege sind kein hartes Gelände - wird das ein brauchbares Rad problemlos mitmachen. Je nach Rad (Federgabel, Reifenbreite) wirds halt mehr oder weniger bequem oder unbequem *g*
Für dein Profil solltest du bei der Schaltung drauf achten, komplett Deore zu haben (Shimano-Seriennummer 500) und wenn möglich kein Alivio (400) und erst recht nicht drunter (garkeine Nummer oder eben niedriger). Deore LX bzw SLX (600) ist auch völlig okay, aber nicht mehr wirklich notwendig. XT (700) wirst du zum einen nicht finden, preislich, zum anderen macht das vom PLV auch garkeinen Sinn mehr.
Bremsen: Wenn du die Wahl hast, nimm Avid Single Digit 7 (in Kombination mit Avid Speed Dial 7 Bremshebeln), ansonsten tun's aber auch die Deore-Bremsen. Die Beläge sind wichtiger.
Da du nicht wirklich groß im Gelände unterwegs sein wirst, würde ich auf eine Federgabel verzichten. Die schluckt am Berg gerne mal Kräfte weg. Wenn dir normale Reifen im Bereich 28-37mm noch zu unbequem sind, kannst du ja auf 42-50mm hochgehen. Das dämpft kleinere Unebeneheiten gut weg.
Außerdem sind Lowrider an Federgabeln sehr viel komplizierter und meist teurer 
Wenn du doch eine willst, wird es bei dem Budget vermutlich eine SR Suntour (der Hersteller macht die verbreitesten Trekkinggabeln). Achte da darauf, dass es zumindest eine NCX (besser NCX II oder NRX) und kein NEX ist. Damit sie auf verschiedene Systemgewichte (normal im Alltag, mehr Gewicht bei der Reise) eingestellt werden kann und besser dämpft (und leichter ist
) empfehl ich die luftgefederte Variante (E oder S, also zB NCX E oder NCX II S).
Gepäckträger: Pletscher, Racktime, Tubus. Alles gute Geräte, teils auch teurer (Tubus), da kannst dir zmd definitiv sicher sein, dass nix passieren wird 
Licht: Hast du zwar nicht angesprochen, halte ich aber dennoch für wichtig. Spätestens wenn du öfter im öffentlichen Straßenverkehr und/oder abends/nachts fahren möchtest. Hier empfehle ich moderne LED-Scheinwerfer wie die IQ-Serie von Busch & Müller (IQ Cyo oder der kleinere IQ Fly), bzw die nachgemachten von Trelock (LS 885 bzw LS 875). Hinten taugt eigentlich das meiste. Ich persönlich bin da Fan vom B&M Toplight Flat S, aber das ist eben nur meine Vorliebe 
Mir fallen spontan nur 3 Versender-Räder ein, aber andere werden sicher auch Empfehlungen von Gudereit, Stevens und anderen Marken bringen. Ich bin grad zu faul zu suchen.
Cicli B Trekking Lite
http://www.ciclib.de/Raeder/Trekking...&c=1003&p=1003
Lowrider-Starrgabel, komplett Deore, guter Rahmen, guter Nabendynamo. Wenn du das nimmst, würde ich die Beleuchtung austauschen lassen (geht direkt bei der Bestellung). Ich fahr selbst ein Rad von denen (Trekking Alltour, gleiche Kategorie, aber 2011) - die sind nett.
Wäre ich du, würd ich vermutlich das nehmen. PLV ist sehr gut
Radon TLS 9.0
http://www.radon-bikes.de/xist4c/web..._id_18490_.htm
SLX/XT-Ausstattung, gutes Licht. Ob Lowrider gehen kann ich nicht sehen
im schlimmsten Fall geht das aber auch über Schellen. Das Rad ist erstklassig in der Ausstattung (bei entsprechendem Preis). Ich halte es für deinen Fall für zu übertrieben. Nice to have, but not necessary.
Black Pepper Trekking
http://www.pepperbikes.de/trekking/t...tarrgabel.html
Vollständig Deore, normaler Nabendynamo, eher mieses Licht. Das günstigste von den dreien, aber da würde ich im Nachhinein beim Licht Hand anlegen.
Generell musst du dich wohl fühlen, insofern... Schau dich mal nach Radläden um und fahr Räder probe. Gudereit ist solide im PLV, Stevens gerne etwas teurer, aber die Räder fühlen sich "gut" an (Fahrgefühl), dafür sind die Komponenten meist etwas niedriger angesetzt. Komponenten lassen sich austauschen, Rahmen nicht so leicht 
Cube ist auch etwas teurer. Ghost, Bergamont, etc auch. Aber nicht schlecht. Winora, Staiger und so weiter bieten auch brauchbare Räder... Aber alle oft gerne mit Ausstattungsmischmasch.
Aber paar Ansatzpunkte zur Ausrüstung haste ja nu
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04.04.2012, 15:03
Trekkingrad für Radreisen gesucht
#3
WENN Du doch über 1000 ein Stückchen rausmarschieren solltest, kannst Du Dir z.B. auch mal das VSF T-600 anschauen. Da gibt's dann eine Alfine 11-Gang, Magura Hydraulikbremsen etc. im Paket,
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04.04.2012, 20:24
Trekkingrad für Radreisen gesucht
#4
@ cy-one:
Ok, zur Strafe dreimal Nabe, Nabe, Nabe 
2) normale Gepäckträger halten problemlos 20kg, bessere bis zu 40 oder so. Zumindest laut Hersteller, mehr dürfte immer gehen, aber dann biste eben nimmer in der Gewährleistung. 17-20kg sind im Normalfall kein Problem.
Die
Speichen werden's aushalten, sofern das Rad gut eingespeicht (und nach ~100-200km nachgespeicht) wurde und du dich im Rahmen des maximalen Systemgewichts (normalerweise 120kg, Systemgewicht ist Du+Rad+Gepäck, da wirst du also mit <70 kein Problem haben. Selbst mit nem 20kg-Panzer hättest du noch Raum für 30kg Gepäck *g*).
Gut, ich hatte irgendwie gedacht, dass man für Radreisen mit Gepäck auch einen extra verstärkten Gepäckträger + verstärkte Speichen braucht. Beruhigt mich. Dann reicht ja erstmal jedes normale Trekkingrad mit vernünftiger Schaltung und allgemein guter Qualität.
In dem Preisrahmen (800-1000+) wirst du keine Probleme mit gescheiten Bremsen haben, die taugen alle. Sinnvoll ist meist aber, die Beläge auszutauschen. Vorallem die Shimano-Beläge sind zu hart.
Bremsen: Wenn du die Wahl hast, nimm Avid Single Digit 7 (in Kombination mit Avid Speed Dial 7 Bremshebeln), ansonsten tun's aber auch die Deore-Bremsen. Die Beläge sind wichtiger.
Ok. Wundert mich, weil ich gedacht hatte, für ne Passabfahrt bräuchte man irgendwelche Scheibenbremsen oder ähnliches. Bei ner 20 km-Abfahrt muss cih mit einer Bremse mit normaler Felgenbremse also keine Angst haben? Es gibt ja verschiedene Bremssysteme (U-Brake, V-Brake, Hydraulikbremse -> sagt zumindest Wiki): Worauf muss ich da achten, was ist sicher und vom P/L-Verhältnis ok?
N... *räusper* 21 Gänge waren vor Jahren mal aktuell

Wenn du heute nen Neurad mit unter 27 Gängen siehst (und es kein Rennrad ist), nimm Abstand davon. Da sind Billiggrabbelkistenteile verbaut.
Ok
Bin Fahrradmäßig bisher eher noch Laie. Daher hab ich mich hier ja auch angemeldet.
Für dein Profil solltest du bei der Schaltung drauf achten, komplett Deore zu haben (Shimano-Seriennummer 500) und wenn möglich kein Alivio (400) und erst recht nicht drunter (garkeine Nummer oder eben niedriger). Deore LX bzw SLX (600) ist auch völlig okay, aber nicht mehr wirklich notwendig. XT (700) wirst du zum einen nicht finden, preislich, zum anderen macht das vom PLV auch garkeinen Sinn mehr.
Mit Schaltungen kenn ich mich nu gar nicht aus, weiß höchstens, dass die von Shimano ok sein sollen
Was ist der Unterschied zwischen den Shimano-Schaltungen? Haltbarkeit, Schaltkomfort, ...?
Cicli B Trekking Lite
http://www.ciclib.de/Raeder/Trekking...&c=1003&p=1003
Lowrider-Starrgabel, komplett Deore, guter Rahmen, guter Nabendynamo. Wenn du das nimmst, würde ich die Beleuchtung austauschen lassen (geht direkt bei der Bestellung). Ich fahr selbst ein Rad von denen (Trekking Alltour, gleiche Kategorie, aber 2011) - die sind nett.
Wäre ich du, würd ich vermutlich das nehmen. PLV ist sehr gut
Radon TLS 9.0
http://www.radon-bikes.de/xist4c/web..._id_18490_.htm
SLX/XT-Ausstattung, gutes Licht. Ob Lowrider gehen kann ich nicht sehen

im schlimmsten Fall geht das aber auch über Schellen. Das Rad ist erstklassig in der Ausstattung (bei entsprechendem Preis). Ich halte es für deinen Fall für zu übertrieben. Nice to have, but not necessary.
Black Pepper Trekking
http://www.pepperbikes.de/trekking/t...tarrgabel.html
Vollständig Deore, normaler Nabendynamo, eher mieses Licht. Das günstigste von den dreien, aber da würde ich im Nachhinein beim Licht Hand anlegen.
Besten Dank für die Tipps. Was jetzt SLX/XT-Ausstattung bedeutet, versteh ich noch nicht. HÄngt ja mit der Schaltung zusammen, aber da ich wie oben gesagt mich da nicht auskenne, wäre es interessant zu wissen, worauf ich bei so einer Schaltung achten sollte.
Übrigens hätte ich nicht gedacht, ein taugliches Reiserad für den Preis (ok, Internetpreis, werds wohl eher wegen der Beratung im nächsten Ladne kaufen) bekommen zu können. Ich muss sagen, das Cicli B sieht schon ganz ordentlich aus, aus meiner Laien-Sicht, nur der Ketten (Hosen-)Schutz fehlt mir da. Aber eigentlich find ich alle 3 nicht schlecht. Das Radon geht wohl über mein Preislimit drüber, weil ich noch Lowrider kaufen muss und mir Klickpedale holen werde.
@ Tapist:
WENN Du doch über 1000 ein Stückchen rausmarschieren solltest, kannst Du Dir z.B. auch mal das VSF T-600 anschauen. Da gibt's dann eine Alfine 11-Gang, Magura Hydraulikbremsen etc. im Paket,
Das VSF T-600 hat ja nur 11 Gänge... Ich glaube, für ne Passüberquerung wäre das etwas knapp ...?
Muss man eigentlich bei dem Rahmen auf irgendwas achten, was die Verarbeitung angeht? Also gibt es schlechte Rahmen, die irgendwann mal brechen und gute, die halten? Habe in Erinnerung, dass so
Billigräder
von Aldi oder so mal getestet wurden und extrem gefährlich waren, weil am Rahmen etwas brechen konnte und so weiter... Nicht dass ich mir Billigschrott kaufen wollte, aber ist sowas in der Preisklasse ab 500, 600 Euro ausgeschlossen?
Geändert von BohDo (04.04.2012 um 20:27 Uhr)
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05.04.2012, 00:40
Trekkingrad für Radreisen gesucht
#5
Brav @ Strafarbeit 
Sofern's 'n ordentliches Rad ist, ist auch der Träger okay.
Shimano ist einfach nur EIN Hersteller für Radkomponenten, es gibt andere (Campagnolo und SRAM zB). Die produzieren alles von Wettkampfqualität (zB XTR) bis runter zu Grabbelkiste (Tourney) und schlimmer.
Kleiner Shimano-Lehrgang:
Shimano hat erstmal grundlegend mehrere Serien im Trekking/MTB-Bereich:
- SIS
- Tourney
- Altus
- Alivio (400)
- Deore (500)
- Deore LX (Trekking) / Deore SLX (MTB) (600)
- Deore XT (700)
- Deore XTR (MTB) (900)
Die Zahlen sind Teil der Seriennummer, bei ner Deore-Kurbel zB "FC-M590". Unter 500 solltest du nicht gehen, über 600 machts imho bei dir keinen Sinn (außer evtl "Habenwollen").
Deore ist Preisleistungssieger, drunter wirds halt billiger, drüber wertiger. Der Schaltvorgang wird weicher, die Langlebigkeit steigt.
Die Komponentengruppen bestehen immer aus allen Schaltungsteilen, den Naben und den Bremsen, wobei Radhersteller nicht gruppenrein verbauen müssen. Die können auch Alivio Naben, Deore XT Schaltung, Deore Schalthebel und Alivio Bremsen nehmen. Oder XT mit Tourney-Grabbelkistenmist mischen.
Generell zu denken, Shimano wäre gut, ist falsch
Die produzieren jede Qualitätsstufe.
Die Bremsenliste ist unvollständig 
Erstmal gibts die 2 Hauptgruppen mechanische und hydraulische Bremsen.
Bei den mechanischen gibt es uA V-Brakes, Cantilever, U-Brakes und (meist schlechte, Ausnahme sind die Avid BB7, zB am Cicli B Alltour) Scheiben.
bei hydraulischen gibts die Magura Felgenbremsen und Scheiben. Das sind so die verbreitetsten.
Bei guten Bremsen (V-Brakes, Scheiben) macht die Basis (mechanisch, hydraulisch) in Sachen reiner Bremskraft mittlerweile wenig Unterschied.
Der Unterschied ist z.B. beim Kraftaufwand und der Dosierbarkeit (sowie Wartungsaufwand, etc).
Für lange Abfahrten sind hydraulische tatsächlich besser, aber das, weil du weniger Kraft brauchst (also keinen Krampf am Ende hast
).
Hitzeprobleme kriegst du theoretisch mit beiden Systemen, richtiges Bremsen musst du also so oder so beherrschen (nicht Schleifbremsen, sondern Punktbremsen).
Generell haben Läden natürlich den Servicevorteil... ALLERDINGS sollte man den mit Vorsicht genießen... Was ich selbst schon erlebt hab und hier immer wieder lese... ist grausig. Die Leute da SOLLTEN Ahnung haben. Haben sie aber nicht immer. Oft auch Vorurteile oder sonstwas. Pass also auf, was die dir erzählen.
Bei Internetkäufen kannst du halt nicht direkt Probefahren. Du kannst bestellen, kurz Fahren und wenn keine Benutzungserscheinungen binnen 14 Tagen problemlos und ohne Grund zurückschicken. Danach ist es Kulanz.
Probefahren geht also, is aber... aufwändiger.
Ich hatte ein sehr begrenztes Budget und hab den Netzkauf bei Bornmann nicht bereut. Ist aber nicht Jedermanns Sache.
"Normale Rahmen" halten bei normalen Anforderungen... Ich spreche bei unnormalen Sachen hier von Treppenabfahrten, MTB-Gedöns und Co. "Viel fahren" ist da nicht dabei 
Billigrahmen sind halt bei Billigbikes verbaut... Ab 500 fangen halt brauchbare Räder, inklusive Rahmen an.
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09.04.2012, 13:39
Trekkingrad für Radreisen gesucht
#6
Hallo zusammen,
ich habe mich mal jetzt weiter nach Rädern umgesehen und war auch schon in einem Laden (dummerweise hat sich bewahrheitet, dass nicht jeder Verkäufer Ahnung hat...)
Bei mir stellen sich vor der Radauswahl und Probefahrten 2 grundlegende Fragen:
Gabel:
Da ich Lowrider befestigen will: Fällt da eine Federgabel besser raus? Viele Federgabeln an Mittelklasserädern sind ja von Suntour. Lassen die sich mit Lowridern kombinieren oder besser nicht?
Der Berater in dem Fahrradladen, wo ich war (ich habe mir ein Cube Travel Pro angesehen mit Suntour-Gabel) meinte, es wäre kein Problem mit Lowridern und Federgabeln: Man könnte sie ja einfach mit einer Schelle festmachen. Ist das empfehlenswert oder sollte ich von sowas besser Abstand nehmen?
Räder mit Starrgabel: An einigen Rädern mti Starrgabel habe ich kein Gewinde für Lowrider gesehen. Lässt sich sowas einfach "nachbohren" oder fallen diese Räder raus bzw. müssten ne andere Gabel haben?
Thema Reifen:
Ich will wie gesagt mehrwöchige Touren fahren, aber auch mal die ein oder andere Feierabendrunde drehen. Nach einigem Lesen im Inet stellte ich fest, dass widererwartend dicke reifen (bspw. Big Apple) gar ähnlichen oder weniger Rollwiderstand haben als normale Trekkingreifen mit 27-40 mm und gleichzeitig komfortabler sind. Anscheinend einziger Nachteil: Gewicht.
Frage: Woran erkenne ich, an welchen Rahmen / an welche Gabel ein Reifen mit 50 mm und mehr passt? Der lässt sich ja sicher nicht an jedem Rad befestigen.
Frage 2: In Sachen komfort: Ist der Unterschied zwischen einem Schwalbe Supreme (ca 40 mm) zu einem Big Apple (50 mm undmehr) stark zu spüren oder würde in Sachen Komfort schon ein 40 mm-Reifen reichen (der würde ja fast überall dran passen, denke ich...
Meine Idee wäre insgesamt: Ich lasse die Federgabel weg, wenn diese tatsächlich Probleme mit Lowridern bringt. Zudem spart dies 1, 2 kg Gewicht. Um den Fahrkomfort zu erhalten, nehme ich eher breitere Reifen (Big Apple?, sofern die passen). Den Gewichtsgewinn durch schwerere Reifen kann ich durch den Gewichtsverlust (weglassend er Federgabel) ja in etwa ausgleichen.
Habe mir schon einige Räder ausgeguckt, wollte aber gerne von euch im Vorhinein hören, wie ihr diese grundsätzlichen Fragen und meine Idee einschätzt. Wäre das ok?
Geändert von BohDo (09.04.2012 um 13:41 Uhr)
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09.04.2012, 14:17
Trekkingrad für Radreisen gesucht
#7

Zitat von
BohDo
...
Thema Reifen:
Ich will wie gesagt mehrwöchige Touren fahren, aber auch mal die ein oder andere Feierabendrunde drehen. Nach einigem Lesen im Inet stellte ich fest, dass widererwartend dicke reifen (bspw. Big Apple) gar ähnlichen oder weniger Rollwiderstand haben als normale Trekkingreifen mit 27-40 mm und gleichzeitig komfortabler sind. Anscheinend einziger Nachteil: Gewicht.
...
denk jetzt bitte nicht, das Du mit breiteren, komfortablen Reifen genauso schnell, oder gar schneller bist und schon gar nicht, längere Strecken kräfteschonender fahren kannst!!
DEM IST LEIDER NICHT SO!
Das Gewicht und der Luftdruck sind hier gaaaanz entscheidend! Ein Rad mit 27er, etwas unterm Limit aufgepumt ist deutlich schneller und leichtfüßiger zu fahren als das Rad mit 50er-Reifen! Teilweise mehr als 300g pro Reifen Mehrgewicht als rotierende Masse ist schon "ne Hausnummer"!! Kurz gesagt, man muss entweder Priorität auf Schnelligkeit oder auf Komfort setzen, beides zusammen geht nicht!
Wobei die machbare Schnelligkeit der 50er-Reifen am Trekkingrad den meißten ausreicht ...mir auch
Wenn es denn doch schneller oder weiter sein soll nehme ich das Randonneur oder das RR!
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09.04.2012, 15:12
Trekkingrad für Radreisen gesucht
#8
es wäre kein Problem mit Lowridern und Federgabeln: Man könnte sie ja einfach mit einer Schelle festmachen
Ich hab's sogar geschafft, meinen Tubus Tara leicht anzubiegen. Da wollte ich dann wirklich keine Schelle haben.
Es gibt zwar einige Lowrider-Schellen, aber keine vertrauenswürdigen, und keine für Federgabelmaße. Desweiteren gibt's eine spezialisierte Lösung, die aber schweineteuer ist und sich offenbar nicht durchgesetzt hat.
Kurz gesagt: Finger weg!
An einigen Rädern mti Starrgabel habe ich kein Gewinde für Lowrider gesehen. Lässt sich sowas einfach "nachbohren"
Nee, das sind ja angelötete Ösen. Und einen Rahmen / eine Gabel darf man nachträglich auch nicht verändern ("aufbohren").
dass widererwartend dicke reifen (bspw. Big Apple) gar ähnlichen oder weniger Rollwiderstand haben als normale Trekkingreifen mit 27-40 mm und gleichzeitig komfortabler sind. Anscheinend einziger Nachteil: Gewicht.
Bei gleichem Luftdruck geringeren Rollwiderstand, ja. Und das Gewicht macht sich zuerst bei Beschleunigung und (teilweise) Bergfahrt bemerkbar.
Da würde ich im mittleren Bereich bleiben und je nach Strecken Reifenbreiten zwischen 35 und 42 mm wählen.
In Sachen Federung, gerade auch im leichten Gelände, schwöre ich auf die Kombination Reifen, Stahlrahmen, spiralgefederter
Sattel
. Und die Dämpfung meiner 37er-Reifen spüre ich sehr wohl.
Woran erkenne ich, an welchen Rahmen / an welche Gabel ein Reifen mit 50 mm und mehr passt?
(Theoretisch: ausmessen oder) beim Hersteller nachfragen. Typischerweise sollten maximal 47er-Reifen reingehen. Eventuell bräuchte man dabei breitere Schutzbleche.
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