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Welchen Nabendynamo oder doch besser Akkus?

  1. Welchen Nabendynamo oder doch besser Akkus? #1
    Tulmat

    Welchen Nabendynamo oder doch besser Akkus?

    Hallo,

    ich kann mich nicht entscheiden. Die Beleuchtung soll für ein Rennrad nachgerüstet werden, da ich damit schon sehr lange und auch steile Strecken des öfteren im Wald zurücklege. Was meint ihr zu einem Nabendynamo? Ist der zu schwer oder zu kraftintensiv? Wenn nein, welches Modell könntet ihr mir empfehlen? Oder doch besser eine Beleuchtung mit Akkus, um für Tagesstrecken schnell den Ballast wieder abmontieren zu können?

    Was MUSS in etwas ausgegeben werden, welche Modelle eher luxus?

    Vielen Dank schonmal für das Interesse.

    Mfg.

  2. Welchen Nabendynamo oder doch besser Akkus? #2
    Helge
    Ein Nabendynamo am Rennrad wird Puristen vermutlich erschrecken!
    Das Mehrgewicht ist hier bestimmt ein Faktor. Der Rollwiderstand der Spitzenmodelle ist sehr niedrig, sollte sich also auch am RR kaum oder gar nicht bemerkbar machen.
    Es gibt die Spitzenmodelle von Shimano und den SON von Schmidt, den gibt es auch in einer Leichtausführung als SON 20 R.

    Die Gewichte:
    Shimano DH-3N80 483 g (das derzeitige Topmodell von Shimano)
    Shimano DH-3N71 667 g (das bisherige Topmodell von Shimano)
    SON 28 570 g
    SON 20 R 385 g

    Die Preise findest Du im Internet, dazu kommt das Einspeichen.

    Ob der NaDy zu schwer ist, muß Du selbst entscheiden, zu kraftintensiv wird er wohl auf keinen Fall sein.

    Vorteil der Dynamobeleuchtung ist die einfache Verfügbarkeit, man braucht an keine Akkus zu denken sowie die virtuell unendliche Beleuchtungszeit, ein Akku ist irgendwann leer.
    Also ein rundum Sorglospaket.
    Dagegen steht das (geringe) Mehrgewicht und das Problem, daß z.B. mal eben das Laufrad wechseln zu wollen einen zweiten NaDy verlangt o.ähnl.

    Die StVZO verlangt vom Rennrad unter 11kg keinen Dynamo, eine zugelassene Batteriebeleuchtung genügt.

    Gruß

    Helge

  3. Welchen Nabendynamo oder doch besser Akkus? #3
    cerberus
    Rein von der optischen Verschandelung des Rades mal abgesehen ist ein Dynamo, egal welcher Bauart, ein Relikt der elektrotechnischen Steinzeit.
    Für Kraftwerke und große Leistungserzeuger ist er DIE Wandlermaschine schlechthin. Im Vergleich zur Karbid-Lampe war er eine revolutionäre Entwicklung am Fahrrad. Leider hat sich der Verstand der Hüter unserer StVO seit diesen Tagen nicht mehr weiterentwickelt.
    Ein Dynamo erzeugt keine Energie aus dem Nichts. Die 5 oder 10W die man an Beleuchtung heruasbekommen will muss man zuvor in Form von Muskelarbeit reinstecken. Mit mechniaschen und elektrischen Verlusten kommen das schnell 20Watt zusammen, was zwischen 10 und 20% dessen ausmacht, was der Radler an Energie erzeugt.
    Der pfiffige Radler kontert mit LED-Beleuchtung und spart sich die 85% Wäremverlust der Glühfunzel, und damit auch eigene Energie aber am Ende sind auf diese Weise die Verluste durch Wirbelstrombildung und Mechanik größer als die benötige Energie für die Beleuchtung.
    Als es noch keine NIMh oder LIPO -Akkus gab, war die Forderung der STVO nach dynamisch betriebener Beleuchtung sicher sinnvoll, heute ist sie überholter Schwachsinn.
    Nutze die STVZO und klammere Batteriebetriebene LED-Leuchten ans Rad. Die Modelle von Cat-Eye sind etwas teuerer, aber dafür STVO zugelassen.

  4. Welchen Nabendynamo oder doch besser Akkus? #4
    Oggynator
    Rein Umwelttechnisch rate ich dir zum Nady.

    Andreas

  5. Welchen Nabendynamo oder doch besser Akkus? #5
    manikend
    Zitat Zitat von cerberus Beitrag anzeigen
    Nutze die STVZO und klammere Batteriebetriebene LED-Leuchten ans Rad. Die Modelle von Cat-Eye sind etwas teuerer, aber dafür STVO zugelassen.
    Nur an Rennrädern unter 11 Kilo.

    http://www.nabendynamo.de/produkte/pdf/SON_20R.pdf hab ich mir grade gelauft, in Kombination mit z.B. einer Edelux gibt das recht gutes Licht angeblich- bin gespannt. Etwa 5 Watt im Betreib an Verlustleistung- das merkst Du nicht.

    Für richtigs Licht zum fahren brauchts dann aber auch bei Akkubetrieb schon was teures. Lupine oder Big Bang. Für nicht ganz so hohe Ansprüche ist die Sigma Mirage nicht schlecht, fuhr ich einige Zeit und fands okay.

  6. Welchen Nabendynamo oder doch besser Akkus? #6
    Helge
    Zitat Zitat von cerberus Beitrag anzeigen
    Rein von der optischen Verschandelung des Rades mal abgesehen ist ein Dynamo, egal welcher Bauart, ein Relikt der elektrotechnischen Steinzeit.
    Für Kraftwerke und große Leistungserzeuger ist er DIE Wandlermaschine schlechthin. Im Vergleich zur Karbid-Lampe war er eine revolutionäre Entwicklung am Fahrrad. Leider hat sich der Verstand der Hüter unserer StVO seit diesen Tagen nicht mehr weiterentwickelt.
    Ein Dynamo erzeugt keine Energie aus dem Nichts. Die 5 oder 10W die man an Beleuchtung heruasbekommen will muss man zuvor in Form von Muskelarbeit reinstecken. Mit mechniaschen und elektrischen Verlusten kommen das schnell 20Watt zusammen, was zwischen 10 und 20% dessen ausmacht, was der Radler an Energie erzeugt.
    Der pfiffige Radler kontert mit LED-Beleuchtung und spart sich die 85% Wäremverlust der Glühfunzel, und damit auch eigene Energie aber am Ende sind auf diese Weise die Verluste durch Wirbelstrombildung und Mechanik größer als die benötige Energie für die Beleuchtung.
    Als es noch keine NIMh oder LIPO -Akkus gab, war die Forderung der STVO nach dynamisch betriebener Beleuchtung sicher sinnvoll, heute ist sie überholter Schwachsinn.
    Nutze die STVZO und klammere Batteriebetriebene LED-Leuchten ans Rad. Die Modelle von Cat-Eye sind etwas teuerer, aber dafür STVO zugelassen.
    Ein paar Sachkenntnisse hinsichtlich der Entwicklung der Fahrradbeleuchtungen und hinsichtlich des Wirkungsgrades von Nabendynamos täten Dir sicher gut
    Die Batteriebeleuchtung ist älter als die Dynamobeleuchtung und heutige Beleuchtungsnlagen haben nichts mit dem zu tun, was Du so im Kopf hast
    Natürlich ist die Anforderung nach einer unabhängigen Beleuchtung am Fahrrad nicht überholt. Außer dem Rennrad gibt es eine Ausnahme davon nur für kleine Segelboote
    Die beschriebenen NaDys brauchen für 3W elektrische Leistung max. ca. 5W Antriebsleistung, wie die 2W Verlust größer sein können als die 3W Nutzleistung wirst Du alleine wissen.
    Und bei welchem Radfahrer 5W 20% von typischen 200 W Antriebsleistung ausmachen wohl ebenso

    Unter Zuverlässigkeits-, Umwelt und Sicherheitsapekten ist eine moderne Nabendynamoanlage unschlagbar.
    Unter Gewichtsgründen kann eine gewichtsoptimierte Anlage mit Li-Ion Akku einem Rennradfahrer mit einem eben extrem leichten Rad spürbare Vorteile bringen.

    Den Unterschied im ausgeschalteten Zustand wird keiner bemerken, der geht in den normalen Schwankungen der Fahrwiderstände unter.
    Den im eingeschalteten Zustand merke ich überhaupt nicht, für einen geübten RR-Fahrer dürfte er evtl. fühlbar aber auf keinen Fall störend sein.

    Gruß

    Helge

  7. Welchen Nabendynamo oder doch besser Akkus? #7
    Gast4366
    Zitat Zitat von cerberus Beitrag anzeigen
    Rein von der optischen Verschandelung des Rades mal abgesehen ist ein Dynamo, egal welcher Bauart, ein Relikt der elektrotechnischen Steinzeit.
    Schai$$e!

    Und ich Idiot bestelle in völliger Unkenntnis der Sachlage einen SON, um mal so richtig auf die Sahne zu schlagen!

    Hätte ich das bloß vorher gelesen ...

  8. Welchen Nabendynamo oder doch besser Akkus? #8
    CAS
    ich denke für normale Räder ist ein Nabendynamo gut. Bei richtig schnellen Velomobilen, gerade mit 20" Laufrädern wird viel zu viel Leistung erzeugt, die von der Elektronik abgefackelt werden muss. Am SON 20R mit 20" Laufrad mit zwei IQ fly in Serie mit Serienkondensator fahre ich statt 45km/h nur noch 41 km/h. Trotzdem bleibt das so. Ist eben auch ein Sorglospaket.

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