Das Geldspar-Mountainbike
Diskutiere Das Geldspar-Mountainbike im Mountainbike Forum im Bereich Fahrrad-Foren Allgemein; Da mir aufgefallen ist, dass hier sehr häufig nach Bikes der untersten Preisklasse nachgefragt wird, möchte ich mal über meine Erfahrungen mit einem Rad berichten,
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03.02.2012, 09:41
Das Geldspar-Mountainbike
#1
Das Geldspar-Mountainbike
Da mir aufgefallen ist, dass hier sehr häufig nach Bikes der untersten Preisklasse nachgefragt wird, möchte ich mal über meine Erfahrungen mit einem Rad berichten, bei dem normalerweise als unverzichtbar gehaltene Bauteile fehlen, das aber trotzdem mit etwas Übung voll Geländetauglich ist.
Ohne Federung fahre ich schon einige Jahre und die haben gezeigt, dass man mit etwas Fahrtechnik gut in normlen Gruppen, in denen die anderen Teilnehmer mit gefederten Bikes fahren, mitfahren kann.
Von
Singlespeed
MTBs hatte ich früher gelegentlich mal gehört/gelesen, bin aber davon ausgegangen, dass das in richtigem Gelände nicht funktioniert - bis mir ein Freund das Gegenteil bewiesen hat.
Bevor er sein neues MTB "mit ohne Gänge" aufgebaut hat, war er konditionell sogar noch etwas schlechter drauf als ich, insofern hielt ich sein
Singlespeed
Experiment von vornherein zum Scheitern verurteilt. Doch es kam anders.
Nachdem er sich die ersten Wochen mit seinem neuen Rad in keiner Gruppe sehen liess ("Ich mus erst mal üben"), hat er dann bei seinem ersten Auftritt uns alle aus den Schuhen gefahren. Da war ich doch platt. So platt, dass nach ein paar weiteren Monaten seiner überzeugenden Darbietung in meinen hinteren Gerhirnwindungen unerwartetete Gedanken aufkamen - (…ich könnte doch mal … erst mal ganz allein im Wald … ein paar Teile bestellen) :-o
Ein Jahr später im März lagen 1 kg Schaltungsteile im Regal und am Rad glänzte ein sehr übersichtlicher Antriebsstrang aus zwei Zahnrädern und einer Kette. Die Kondition hatte den Winter über gelitten und ich muss als Hintergrundinformation noch sagen, dass ich z.B. noch nie ein Rennen gefahren bin, meistens so mit einem 12-15er Schnitt hier durchs Mittelgebirge fahre - also kein besonders schneller Fahrer bin.
Bei der ersten Testfahrt hatte ich mir eine Strecke ohne fiese Rampen ausgesucht, mit ein paar moderaten Anstiegen - die ich wider Erwarten alle fahren konnte. Bei den nächsten Touren baute ich dann Stück für Stück die fiesen Sachen ein - bei den meisten davon musste ich kurz vor Ende abbrechen und den Rest schieben.
Doch ein paar Wochen später sah das ganz anders aus: 2/3 der kleinen Gemeinheiten fuhr ich jetzt schon im
Sattel
und bei einigen davon fragte ich mich, was denn vor ein paar Wochen hier nochmal das Problem war.
Nach etwa zwei Monaten fuhr ich zum erstan mal wieder in der Gruppe und stellte fest, dass wir geschwindigkeitsmässig nicht mehr so gut zusammen passten wie letztes Jahr. Mir kam es so vor, als wenn die meisten über den Winter stark an Form verloren hätten - aber der Tacho zeigte hier normale Fahrleistungen an.
Kurzum - ich war erstaunt, wie das Fahren mit einem Gang in nur wenigen Monaten offensichtlich die Form deutlich verbessert. Natürlich gibts immer noch Stellen, die ich schieben muss - die anderen sind dann aber meistens ein gutes Stück hinter mir, wenn ich absteigen muss und wir erreichen dann gemeinsam die Anhöhe und fahren dann weiter.
Ostern bin ich dann mit dem anderen Singelspeeder in drei Tagen den kompletten Rothaarsteig mit Rucksackgepäck gefahren und das ging unerwartet gut. Von den 160 km mit ca. 4.000 Höhenmetern haben wir nur etwa zwei (!) Kilometer geschoben. Und einige Stellen davon waren so steil, dass man auch mit einem Schaltungsrad hätte schieben müssen.
Also Leute: wenn man wenig Geld hat oder ausgeben möchte, ist das kein Grund aufs MTB Fahren zu verzichten. Ein ungefederter
Singlespeeder
spart Geld und das natürlich auch langfristig, weil man eben viel weniger Verschleissteile hat. Und wenn Singlespeedkettenblatt und -ritzel verschlissen sind, dreht man sie einfach um und hat dann nochmal dieselbe Lebensdauer.
Soweit mein
Singlespeed
Bericht.
Geändert von DerBergschreck (03.02.2012 um 09:45 Uhr)
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03.02.2012, 10:21
Das Geldspar-Mountainbike
#2

Zitat von
DerBergschreck
Von den 160 km mit ca. 4.000 Höhenmetern haben wir nur etwa zwei (!) Kilometer geschoben.
Das sind fast doppelt so viele Höhenmeter wie ich in meiner Gegend durchschnittlich fahre.
Ohne Schaltung wären aber schon hier viele Berge schlicht und ergreifen nicht zu fahren. Nicht weil die Kraft fehlt, sondern weil irgendwann auch das volle Körpergewicht das Pedal nicht mehr nach unten drückt.
Und ich rede von Asphaltstrecken.
Auf Waldwegen u.ä. wäre man hier ohne Schaltung mehr am Schieben als am Fahren. Neben den größeren Steigungen kommt es im Wald auch noch auf eine gleichmäßige Kraftentfaltung an. Sonst hat man ja keine Traktion. Von den gesteigerten Anforderungen an das fahrerische Können ganz zu schweigen.
Irgendwie kann ich deine Schilderungen nicht ganz nachvollziehen.
Gruß
t.klebi
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03.02.2012, 10:33
Das Geldspar-Mountainbike
#3
Welche Kettenblatt/Ritzel-Kombination fährst du denn?
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03.02.2012, 10:47
Das Geldspar-Mountainbike
#4
Wenn ich mir bei Wikipedia die Beschreibung durchlese wird der Rothaarsteig als Wandweg ausgewiesen, Schwierigkeitsgrad "leicht", ich denke wenn ihr tatsächlich diesen Wanderweg abgeradelt seit braucht man dafür kein MTB. http://de.wikipedia.org/wiki/Rothaarsteig
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03.02.2012, 11:53
Das Geldspar-Mountainbike
#5

Zitat von
t.klebi
Das sind fast doppelt so viele Höhenmeter wie ich in meiner Gegend durchschnittlich fahre.
Ich schrieb doch, dass wir die in *drei* Tagen gefahren sind. Am ersten (halben) Tag knapp 1.000 hm und an den anderen beiden etwa 1.500 hm. Bei einer anderen Sauerlandtour sind wir mal an einem Tag deutlich über 2.000 hm gefahren - das haben wir den nächsten Tag aber auch gemerkt.
Ohne Schaltung wären aber schon hier viele Berge schlicht und ergreifen nicht zu fahren. Nicht weil die Kraft fehlt, sondern weil irgendwann auch das volle Körpergewicht das Pedal nicht mehr nach unten drückt.
Und ich rede von Asphaltstrecken.
Auf Waldwegen u.ä. wäre man hier ohne Schaltung mehr am Schieben als am Fahren. Neben den größeren Steigungen kommt es im Wald auch noch auf eine gleichmäßige Kraftentfaltung an. Sonst hat man ja keine Traktion. Von den gesteigerten Anforderungen an das fahrerische Können ganz zu schweigen.
Irgendwie kann ich deine Schilderungen nicht ganz nachvollziehen.
Der Ansatz beim Singlespeedfahren ist nicht, das Schieben zu vermeiden, sondern zu akzeptieren. Ich muss bei meiner Übersetzung im Moment unterhalb einer Trittfrequenz von 20/min absteigen - das entspricht dann etwa 4,5 km/h, was man locker zu Fuss schafft. Man ist also in diesem Fall beim Schieben nicht langsamer als ein Fahrer mit Schaltung im kleinsten Gang.
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03.02.2012, 11:59
Das Geldspar-Mountainbike
#6

Zitat von
roestzwiebel
Welche Kettenblatt/Ritzel-Kombination fährst du denn?
34/20 auf meinem 29er. Fährt man 26", würde das in etwa 34/18 entsprechen.
Am Berg komme ich bis knapp unter eine 20er Trittfrequenz, was etwa 4,5 km/h entspricht. Nch oben hin schaffe ich über längere Zeit eine 110er Trittrequenz, was 26 km/h entspricht. Wenns schneller wird, tritt man kurze "Impulse" aus wenigen Umdrehungen - dabei schaffe so bis ca. 38 km/h = TF 160.
EDIT:
Achso, hier nochmal 'n Bild von meinem Rad:
(wieso ist das Forum hier auf eine so geringe Breite "festgenagelt"? Müsst ihr horizontal scrollen, um das ganze Bild zu sehen)
Geändert von DerBergschreck (03.02.2012 um 12:16 Uhr)
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03.02.2012, 12:06
Das Geldspar-Mountainbike
#7

Zitat von
Rainer53
Wenn ich mir bei Wikipedia die Beschreibung durchlese wird der Rothaarsteig als Wandweg ausgewiesen, Schwierigkeitsgrad "leicht", ich denke wenn ihr tatsächlich diesen Wanderweg abgeradelt seit braucht man dafür kein MTB.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rothaarsteig
Dann fahr ihn doch mal mit nem Tourenrad mit schmalen Reifen. Würde geren sehen, wie du die zwischendurch immer wieder auftretenden saftigen Wurzelpassagen oder die bei unserer Tour ziemlich ruppige Abfahrt vom Kahlen Asten (durch Regenfälle ausgewaschen) damit überstehst. Die Abfahrt von der Skisprungschanze Winterberg hinunter in den Ort dürfte auf der Singletrailskala S3 haben.
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03.02.2012, 12:16
Das Geldspar-Mountainbike
#8

Zitat von
DerBergschreck

Zitat von
t.klebi
Das sind fast doppelt so viele Höhenmeter wie ich in meiner Gegend durchschnittlich fahre.
Ich schrieb doch, dass wir die in *drei* Tagen gefahren sind.
Was hat die Zeit damit zu tun? Es bleiben 4.000 hm auf 160 km.
Ich komme durchschnittlich bei 160 km auf 2.400 hm. Also deutlich weniger.
Und ich weiß welche Berge schon bei dem vergleichsweise geringen Wert zu bewältigen sind.
Gruß
t.klebi
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ist das Rad ok?
Es wurde 2006 für knapp 900€ gekauft. Ist ein ghost Rad (special edition)