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Radtour Juni 2011 Geneve - Bad Homburg

  1. Radtour Juni 2011 Geneve - Bad Homburg #1
    Marodeur

    Radtour Juni 2011 Geneve - Bad Homburg

    Nachdem ich meinen Sohn im Jahr 2010 von Bad Homburg nach Dortmund "gejagt" habe, fragte mich ein Freund, ob er mich bei meiner Radtour von Geneve nach Bad Homburg begleiten kann. Tja, habe ich mir gedacht, warum nicht. Ist doch schöner in Begleitung zu radeln.

    Nach dem ich die Route geplant hatte (www.gpsies.com / Benutzername: Geneve2011) habe ich angefangen zu trainieren. Im Herbst 2-3 Wochenendtouren, im Winter fleissig im Fitnessstudio Ausdauer trainiert und im Frühjahr wieder aufs Rad.

    Mein Freund hat sich über meine Planung lustig gemacht und hat nicht verstanden, warum ich soviel Respekt vor den Alpen habe. Zum Schluss habe ich dann gelacht, aber dazu später.

    Um 01:56 ging es vom Frankfurter Flughafen mit dem CNL nach Basel los.

    Bequem war es nicht und wir erreichten Basel SBB um 06:57. Unser Anschlusszug nach Geneve ging um 07:03, so dass wir nur sieben Minuten zum Umsteigen hatten. Das war zu kurz und wir verpassten den Zug. Die Auskunft am Bahnhof empfahl uns einen Zug um 08:01, aber nachdem wir uns den Fahrplan selbst angeschaut hatten, stellten wir fest, dass in diesem Zug die Fahrradmitnahme nicht erlaubt war. Gut, dass sich das Personal so gut auskennt. Also mussten wir von Basel SBB erst nach Zoflingen (die berühmte schweizerische Metropole) fahren und dort in einen anderen Zug umsteigen. Dank des Hängers von meinem Freund war dies ein wahrer Quell der Freude. Auch konnten wir uns erstmals mit den unglaublich hohen Kosten in der Schweiz auseinandersetzen. So kostete ein labberiges Brötchen 7 Franken (ca. €6,00), aber der wahre Schock kam dann später auf dem Campingplatz. Glücklich erreichten wir um 11:50 den Genever Hauptbahnhof.
    Nachdem wir uns durch den Genever Verkehr gequält hatten, stellte ich fest, dass mein GPS die Track punkte gefressen hatte. Na das wird ein Spaß. Unser Mittagessen bestand aus einen Hähnchen von einem Grillstand. Dann ging es weiter zum Campingplatz in Bois de Bays. Da der Campingplatzbesitzer noch nicht da war, haben wir unsere Zelte aufgeschlagen. Als wir dann zur Anmeldung gegangen sind fielen wir aus allen Wolken. 78 Franken für eine Nacht mit zwei Zelten, das sind umgerechnet € 65,00! Und es war nicht so, dass es dafür goldene Wasserhähne gab oder ein Frühstück.
    Wir sind dann einkaufen gefahren und haben unsere letzen Franken für ein Abendessen ausgegeben. Skurril wurde es dann Abends, als zwei Pakistanis aus Paris mit Trolley auf den Campingplatz auftauchten und verzweifelt versucht haben ihr Zelt aufzubauen. Mit unserer Hilfe gelang es dann, aber sie hatten noch nicht einmal Schlafsäcke dabei.

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    ---------- Beitrag hinzugefügt: 18:53 ----------

    Heute begann unsere erste wirkliche Etappe, die uns von Geneve nach Nantua führte. Die Berge um den Genever See gaben uns einen Ausblick auf die heutigen Anstrengungen. Nach einem selbstzubereiteten Frühstück um 10:00 Uhr folgten wir dem Rhoneradweg und auf den ersten Kilometern war der Radweg eher ein Waldweg, als ein gut ausgebauter Radweg. Ab La Plaine fuhren wir auf Straßen und überquerten die schweizerische-französische Grenze. Nun begannen die ersten Steigungen, welche aber noch harmlos waren. Ab Vulbens wurde es steiler und gegen Mittag erreichten wir Bellegarde-sur-Valserine, wo wir in einem Restaurant unser ersten leckeres französisches Essen zu uns nahmen. Mit vollem Magen ging es bergauf weiter entlang der ehemaligen N84, jetzt D1084. Zum Glück war heute Samstag, so dass der Autoverkehr nicht so stark war wie an Wochentagen, aber immer noch stark genug für uns. Die Sonne brannte auf uns herab und wir bekamen beide unseren ersten Sonnenbrand.
    Landschaftlich war die Strecke sehr schön und die Sonne versteckte sich nun immer mehr hinter Wolken. Um 17:00 Uhr und nach 963 Metern Anstieg erreichten wir Nantua und da wir unsere physischen Kapazitäten voll ausgeschöpft hatten, beschlossen wir auf dem Campingplatz in Nantua zu übernachten und nicht nach Ile de Chambod weiterzufahren. Dies erwies sich in zweierlei Hinsicht als die richtige Entscheidung. Zum ersten brach kurz vor dem Campingplatz die Hinterachse von meinem Freund und zweitens erfuhren wir, dass die von uns geplante Strecke nach Ile de Chambod eine Etappe der Tour de France mit einer Bergkategorie der ersten Klasse war. Zum Abendessen haben wir am Lac de Nantua gespeist. Am Abend fing es dann bis zum nächsten Morgen an zu regnen.

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    ---------- Beitrag hinzugefügt: 18:56 ----------

    Da wir eine neue Hinterachse für das Fahrrad von meinem Freund brauchten haben wir erst mal unser erstes französisches Frühstück am Campingplatz zu uns genommen (Baguette und Marmelade). Heute war Sonntag und deshalb konnten wir nicht in ein Fahrradladen gehen, um eine Hinterachse zu kaufen. Also fragten wir erst beim Campingplatzbesitzer, der uns aber nicht weiterhelfen konnte. Aber zum Glück nahm sich ein netter Franzose der Sache an und fuhr mit meinem Freund zu einem seiner Freunde, der tatsächlich eine Achse fürs Fahrrad hatte, die passte. Auch waren in der Zwischenzeit die Zelte getrocknet und wir konnten um 11:15 losfahren. Wir folgten der D1084 (N84) in Richtung Neuville-sur-Ain. Nun ging es 17 KM stetig bergauf. An einem Restaurant an der Grottes du Cerdon haben wir unsere Trinkwasservorräte aufgefüllt und dann ging es im Höllentempo hinab nach Cerdon. Die Landschaft war atemberaubend und unsere Höchstgeschwindigkeit lag bei ca. 50 Stundenkilometern. Danach war es bis Pont de Ain flach und wir hätten am besten in Neuville-sur-Ain Mittagessen sollen, denn es stellte sich heraus, dass es keine Restaurants auf dem weiteren Weg gab, die geöffnet hatten.
    So bestand unser Mittagessen aus einer Tüte Chips, die wir noch aus Geneve hatten. Wir fuhren auf wenig befahren Straßen Richtung Westen und folgten dabei hauptsächlich der D64. Auf der Karte sah der Weg relativ flach aus, was sich aber als Trugschluss entpuppte. Ein Hügel nach dem anderen zehrte an unseren Kräften. Völlig fertig erreichten wir den Campingplatz in St. Didier-sur-Chalaronne. Dadurch, dass wir kein Mittagessen hatten, haben wir nur mit sehr großer Mühe unser Abendessen geschafft. Ich hatte ein fast rohes Steak haché, was mir einen Durchfall bescherte. An diesem Tag gingen wir sehr früh in unsere Zelte. Die Nacht war trocken und außer dem Froschgequacke auch ruhig.

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    ---------- Beitrag hinzugefügt: 18:57 ----------

    Um 09:45 Uhr fuhren wir nach Thoissey an das Saôneufer. Da nicht klar war, wie der Weg entlang der Saône sein würde, haben wir die Strecke ausprobiert. Der Weg erwies sich als unbefahrbar; welcher Hirnakrobat hat sich überlegt faustgroße Steine als Untergrund zu verwenden? Dies war weder für Fahrräder noch für Fußgänger geeignet. Wir sind in St. Romain des Îles auf das linke Saôneufer gewechselt und über Landstraßen schlussendlich auf der N6 gelandet. Diese sind wir bis Mâcon gefolgt. In Mâcon begann dann ein sehr schöner Radweg entlang der Saône auf dem wir bis Marfontaine geradelt sind. Ab Marfontaine mussten wir dann wieder auf die N6. In St. Oyen haben wir in einen sehr schönen Restaurant zu Mittag gegessen.
    Nach dem Mittagessen ging es weiter auf die N6 und es fing an stark zu regnen. Außerdem war viel Verkehr auf der N6 und die LKWs rasten an uns vorbei. In Le Villars konnten wir endlich der N6 entkommen und unsere Regensachen anziehen. Auf Nebenstraßen fuhren wir weiter bis Gigny, wo das Wetter wieder schön wurde und wir haben auf der D18 auf die rechte Saôneseite gewechselt. In Le Nassey ging es weiter auf der D933/978 in Richtung Chalon-sur-Saône. Nachdem wir unseren Campingplatz für den Ruhetag erreicht und geduscht hatten, sind wir Abendessen bei einem Chinesen gegangen.
    Geändert von Marodeur (23.12.2011 um 10:18 Uhr)

  2. Radtour Juni 2011 Geneve - Bad Homburg #2
    Marodeur
    Nach unserem Ruhetag wollten wir der EuroVeloroute nach Dole folgen, also erst mal Richtung Chrisséy durch das schöne Industriegebiet von Dole. Wir haben die Abzweigung der EuroVeloroute verpasst, aber immerhin hatten wir Rückenwind und die D5 war nicht stark befahren. Nach einer falschen Abzweigung haben wir in Gergy die EuroVeloroute 6 gefunden. Dies fand aber nach einem Kilometer schon wieder ein jähes Ende. Der Fahrradweg war laut Straßenarbeitern gesperrt, also wieder zurück auf die D5. In Allerey-sur-Saône haben wir ihn doch wiedergefunden und voller frohen Mutes ging es weiter.
    Es fing an zu regnen und die Brücke war gesperrt, wieder zurück und dann hatte mein Fahrrad ein Plattfuß am Vorderrad, wegen einem kleinen Glassplitter aus Bad Homburg. Nach dem der Schlauch gewechselt war sind wir über die Saône nach Verdun-sur-le-Doubs geradelt und haben dort bei einem Metzger belegte Riesenbaguettes gekauft und an der Doubs verspeist. Wir sind weiter auf der D154 nach Mont-lés-Suerre und von da aus auf der D503 nach Clux. Auf dem Weg trafen wir einen Reiseradler aus Tschechien, der kein Wort Französisch konnte und auf den Weg nach Nantes war.
    Clux erwies sich als „richtungsweisender Weg“ und wir fuhren weiter auf der N73/D673 nach Tavaux. Wieder LKWs ohne Ende, aber immerhin ging es schnell voran. Bei Champdivers konnten wir wieder runter von der D673 und über die Felder nach Tavaux. Dort haben wir auch die EuroVeloroute 6 wiedergefunden. Bei einer Rast sind uns dann drei Liegeradradler begegnet, die nach Istanbul und über Italien zurück nach Frankreich radeln wollten. Ab Tavaux war die Strecke asphaltiert und sehr gut ausgeschildert. So kamen wir schnell in Dole an und haben in einem sehr leckeren Scene lokal zu Abend gegessen. Der Campingplatz war OK, nur die Sanitäreinrichtungen waren nicht besonders.

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    ---------- Beitrag hinzugefügt: 18:59 ----------

    Wir haben es nicht geschafft vor 09 :45 loszukommen und heute stand die erste längere Etappe an. Gott sei Dank gab es aber keine Steigungen an dem wunderschönen Radweg, vollständig asphaltieren und prima ausgeschildert. An der Schleuse von Aveney hatten wir ein superleckeres Mittagessen und kurz vor Besançon wurde eine neue Narbe für das Hinterrad von meinem Freund gekauft, nur zur Sicherheit. Dabei trafen wir auch die Liegeradler wieder. In Besançon konnten wir durch den Tunnel für Boote fahren. Ein Teil des Radwegs war angeblich gesperrt, aber er war völlig in Ordnung. Gegen 17:30 Uhr erreichten wir unseren Campingplatz in Baume-les-Dames, der laut Schild ausgebucht war, aber trotzdem für zwei müde Radler einen Zeltplatz hatte. Zur Belohnung gab es Abends köstliche Steinofenpizza.

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    ---------- Beitrag hinzugefügt: 19:02 ----------

    Und wieder wurde es 09 :45 Uhr bevor wir loskamen und der Radweg führte uns wieder am Kanal entlang. Mittlerweile wurden alle Route barrée Schilder von uns ignoriert, was sich als richtig erwies, da der Radweg völlig intakt und befahrbar war. Es war prima Radfahrwetter, nicht zu warm nicht zu kalt und Rückenwind. In Bart wurde es dann ätzend und Montbeliard ist eine selten hässliche Stadt. In einen Quick Restaurant haben wir uns dann Fastfood in uns hineingeschlungen. Danach sind wir weiter entlang der EuroVeloroute 6 am Rhein-Rhone-Kanal.
    Die heutige Etappe, nach der gestrigen, kostete unsere letzten Kräfte und wir schleppten uns unsrem Ziel Mulhouse entgegen. Zum Glück kamen dann 29 Schleusen bergab kurz vor Mulhouse. Um 19:00 sind wir dann glücklich und erschöpft an unseren Campingplatz angekommen und haben wieder einmal chinesisch gegessen. Zum Glück ist morgen Ruhetag.
    WIR SIND TIERE!

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    ---------- Beitrag hinzugefügt: 19:02 ----------

    Heute war nach der Megaetappe der Ruhetag dringend nötig. Wir haben wieder Wäsche gewaschen und die Räder geputzt. Nach dem diese notwendigen Dinge erledigt waren sind wir ins Zentrum von Mulhouse gegangen. Zum Mittagessen gab es Döner und wir haben Geschenke für unsere Kinder eingekauft. Außerdem haben wir uns in einem Supermarkt mit Lebensmittel für das Abendessen (Ravioli aus der Dose) und den nächsten Tag eingedeckt.

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    ---------- Beitrag hinzugefügt: 19:04 ----------

    09:45 Die Muskeln sind gelockert. Nach einem leckeren Frühstück (Freund: Müsli, Ich: Pastete) bauen wir unsere Zelt ab und fliehen vor dem „mamom“ eines französischen Kindes. Nach kurzer Fahrt am Kanal entlang verloren wir die EuroVeloroute 6, fanden sie aber bald wieder. Der Radweg war sehr schön und wir fuhren zur Weggabelung auf den Rheinradweg, schnell noch ein Foto gemacht und dann….Wumms. Beim Losfahren haben wir uns ineinander verhakt und sind gestürzt. Mein Freund links auf den Unterarm und mit dem Kopf gegen ein Asphaltwulst (wofür auf immer der gut war) und ich rechts auf den Ellenbogen und auf die linke Hand. Die Wunden wurden ausgewaschen und kleine Steinchen aus den Wunden gepopelt. Die Räder blieben heil und wir radelten auf dem Rheinradweg weiter. Erst ging es durch den Wald, danach über Radwege an der Landstraße entlang und so kamen wir schnell nach Neuf-Briesach. Noch schnell ein Döner und gegen 16:30 waren wir in Schoenau am Campingplatz mit See. Der Platz war in Ordnung, aber die Sanitäreinrichtungen waren doch sehr einfach. Ich hatte mein Zelt auf einen Ameisenhügel aufgestellt, dabei stellte sich heraus: Ameisen mögen kein Autan! Zum Abendessen gab es Croc Monsieur (Käse-Schinken-Toast) und anderes Fastfood. Mein Freund ist noch im See schwimmen gegangen, während ich mir Sorgen um meine linke Hand gemacht habe.

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    ---------- Beitrag hinzugefügt: 19:05 ----------

    Da es die Nacht über geregnet hatte und die Zelte nass waren, haben wir im Toilettenvorraum gefrühstückt. Mein lautstarkes Gejammer über die ständige Marmelade hat die Mutterinstinkte einer vorbeikommenden Frau geweckt und sie hat uns Schinken und Käse für unser Frühstück gebracht. Außerdem haben wir eine Familie kennengelernt, die mit ihren Kindern ein Jahr lang durch Neuseeland geradelt sind. Da Pfingstmontag war sind wir von unserem ursprünglichen Plan, auf der französischen Seite zu bleiben, abgewichen und nach 10 KM bei Rhinau mit der Fähre auf die deutsche Seite gewechselt. Der Radweg auf der deutschen Seite war nicht asphaltiert, aber dennoch gut befahrbar. In Kehl wollten wir erst auf einem Campingplatz zu Mittag essen, aber die Bedienung begrüßte uns mit den Worten: „Um 13:30 hat die Küche zu!“. Es war genau 13:34! Willkommen zurück in good old Germany. Aber so kamen wir an ein sehr leckeres Restaurant 500m weiter, die unser Geld gerne nahmen und dazu gab es ein tollen Kinderspielplatz mit Wasserspielen.
    Mit Rückenwind ging es dann schnell voran und wir haben um 18:00 Uhr unseren Campingplatz in Söllingen erreicht. Der Campingplatz war riesengroß und die Sanitäreinrichtungen ein Traum.

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    ---------- Beitrag hinzugefügt: 19:06 ----------

    Nach unserem ersten deutschen Frühstück, bei dem wir uns richtig die Bäuche vollgeschlagen hatten, ging es weiter auf dem Rheinradweg. Kurz vor Karlsruhe begann dann die Tragödie. Wegen einer Treppe haben wir die Umfahrung des Rheinradweges genommen und uns derart in Karlsruhe verfranzt, dass wir Mühe hatten unsere Route wiederzufinden. Dazu fing es noch an zu regnen und unser Mittagessen war auch eher bescheiden. Nach ca. 15 KM herumirren fanden wir den Radweg wieder, aber welch Graus, eine Umleitung und irgendein Armleuchter hatte das Schild umgedreht. Also wieder verfahren! Wir näherten uns mit dem Kompass Philippsburg, aber nirgends war ein Schild auf dem die Stadt! ausgeschildert war. Ob das wohl am Atomkraftwerk liegt, das in Philippsburg ist? So sind aus den 80 KM, 106 KM geworden. Den Campingplatz haben wir um 19:00 Uhr erreicht und Abends im naheliegenden Restaurant gegessen. Neben uns zeltete eine Familie mit Kinder (2 Jahre und ein Frischling) die aus Australien kamen und bis Amsterdam radeln wollten.
    Geändert von Marodeur (23.12.2011 um 10:27 Uhr)

  3. Radtour Juni 2011 Geneve - Bad Homburg #3
    Marodeur
    Nach dem wir der australischen Familie geholfen haben (Tochter hatte Ohrenschmerzen und wir haben einen Arzt in der Nähe angerufen) sind wir in Richtung Speyer geradelt. Dort haben wir den Rheinradweg verlassen und sind mit Hilfe des GPS über Schwetzingen an den Neckar nach Edingen. Dort hatten wir mal wieder Döner zum Mittagessen. Mit der Fähre sind wir auf die andere Neckarseite herüber gewechselt und unseren Mittagsschlaf gehalten. Nach dem Mittagessen sind wir dem Bergstraßenradweg gefolgt. Bis dahin war die Strecke schön. Leider hörten wir dann auf ein älteres Ehepaar, die uns von der geplanten Route weg auf die B3 geführt haben. „Die Strecke ist landschaftlich so schön! Wir sind sie schon zweimal gefahren.“ Ja, wahrscheinlich mit dem Wohnmobil, denn die B3 war stark befahren und von der Landschaft war nicht viel zu sehen. Aber bald kamen wir dann nach Bensheim und wir erreichten unser Hotel, welches wir für unsere letzte Nacht reserviert hatten. Dort ließen wir uns massieren und haben lecker zu Abend gegessen.

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    ---------- Beitrag hinzugefügt: 19:08 ----------

    Heute war unser letzter Tag und nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir auf dem hessischen Fernradweg R8 Richtung Darmstadt. Dort hatte ich ein kurzes Rennen mit einem Carbon-Junkie, der erschreckt war, dass ein vollgepacktes Fahrrad mit ihm mithalten konnte.
    In Darmstadt trennten sich dann unsere Wege und mein Freund fuhr 68 KM nach Aschaffenburg und ich 82 KM nach Bad Homburg. Wie sich erst danach herausstellte wog der vollgepackter Radanhänger meines Freundes 52 KG. Kein Wunder, dass jede Steigung für ihn eine Qual war.
    Mein Freund ist insgesamt 973,4 KM und ich 987,4 KM auf dieser Radtour geradelt.

  4. Radtour Juni 2011 Geneve - Bad Homburg #4
    Ritze
    Ihr seid Tiere!!!
    Mit so viel Gepäck zu reisen erfordert ordentlich Schmalz in den Wadeln. Respekt!
    Ich dachte eigentlich, daß man beim Campen billig lebt. In der Schweiz ist das scheinbar generell ausgeschlossen.
    Ihr habt Euch trotz GPS aber ganz schön oft verfahren. War denn der ganze Trip weg?

  5. Radtour Juni 2011 Geneve - Bad Homburg #5
    Marodeur

    Schweiz und GPS

    Hallo Ritze,

    in der Schweiz waren wir glücklicherweise nur die ersten zwei Tage, sonst hätte unser Budget nur für max. 5 Tage gereicht. In Frankreich hingegen sind die Campingplätze günstig (7-10€) und deswegen konnten wir oft essen gehen.

    Tja, das leidige Thema GPS. Auf der Tour hatte ich mein Garmin etrexH und er hat zwar alle Tracks eingelesen (habe ich mehrfach vor Abfahrt kontrolliert) aber mit jedem neuen Track alte Trackpunkte von alten Tracks gelöscht. Da stimmt die Angabe von Garmin nicht mit der tatsächlichen Anzahl von zu speichernden Trackpunkten überein. Je näher wir dem Ende unserer Fahrradtour kamen umso vollständiger waren die Tracks (z.B. in Geneve fehlten 50% der Trackpunkte, in Bensheim war der Track komplett drin). Zum Glück hatten wir auch Karten dabei, so dass wir uns nicht allzu häufig verfahren haben (OK, Karlsruhe, aber da hätte eh nix geholfen).

    Ich habe mir dann aus lauter Frust für meine zweite Radtour in 2011 ein SatMap active 10 gekauft. Der frisst zwar keine Trackpunkte und hat auch eine Karte, aber jeden Tag neue Batterien einlegen, ist auch extrem nervig. So ein wirklich gutes GPS habe ich damit noch nicht gefunden.

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