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Garmin GPSMAP 62

  1. Garmin GPSMAP 62 #1
    Harzrandradler

    Garmin GPSMAP 62

    Das GPSMAP 62 ist ja schon häufiger und intensiver getestet und bewertet worden, so dass ich hier auf eine umfangreiche Darstellung verzichte.
    Zumal ich weder ein Technik Freak noch Elektronik Experte bin.
    Daher beschreibe ich nur wie ich es nutze, und was ich für Erfahrungen gemacht habe.


    1. Es gibt verschiedene Ausführungen des GPSMAP 62:
    GPSMAP 62, Preis günstigtes Grundmodell.
    GPSMAP 62s, mit Micro-SD Kartenschacht, Sende/Empfangseinheit zum Drahtlosen Austausch mit anderen Garmin Geräten, barometrischer Höhenmessung und drei Achsen Kompass.
    GPSMAP 62st, wie das 62s, aber mit brauchbarer Karte.
    Ganz neu ab August 2011:
    GPSMAP 62sc sowie 62sct, Zusätlich eine 5 Megapixel Autofocus Kamera.

    Die Farben zeigen schon von außen die Unterschiede der Modelle:
    Gelb das Basismodell, hellrot das Standardmodell, schwarz das Kartenmodell. Die neuen Geräte sind schwarz und dunkelrot.
    Schön zusehen bei Garmin.

    In die Geräte passen Standard AA Batterien oder Akkus. Diese gehören nicht zum Lieferumfang.

    Erfahrungsbericht

    Ich habe mich auf Grund des Preises für das Basis 62 entschieden, weil mir der Interne Speicher ausreicht. Auf mehr Platz für eine Europakarte oder eine Weltkarte kann ich auf absehbare Zeit verzichten. Die Austauschbarkeit mit anderen Garmin Geräten würde mich schon reizen, aber dafür 80€ mehr auszugeben wollte ich mir nicht antun.
    2 AA Akkus und Ladegerät dafür hatte ich schon.

    Das erste Problem hatte ich mit dem Lenkerhalter fürs Fahrrad: Er gehört nicht zum Lieferumfang, sondern muss extra bestellt werden. Da beim Zubehör die Unterschiede nicht klar beschrieben waren, bestellte ich promt den falschen Halter mit. Richtig wäre der Oregon/Dakota Halter für 9,70€ gewesen!

    Nach dem ich den richtigen Halter geliefert bekommen hatte, klappte die Befestigung am Lenker recht fix. Das Gerät sitzt recht sicher und klappert nicht. Selbst bei Rüttelstrecken hat es sich bei mir noch nicht gelöst, im Gegensatz zu manchen Schrauben an meinen Rädern.

    Leider verhindert die Befestigung des Halters mit den Kabelbindern, dass das Gerät an mehreren Rädern verwendet werden kann. So muss man sich für jedes Rad einen eigenen Halter kaufen.

    Die mitgelieferte Dokumentation ist recht technisch neutral auf die reine Bedienung ausgerichtet. Keine mitgelieferte Software (wäre ja Problemlos auf dem internen Speicher möglich), keine Anleitung wie und wo man Karten auf das Gerät bekommt. Wer wie ich zum ersten mal ein Outdoornavi in der Hand hat, steht ziemlich verloren da. Man muss tatsächlich alle Funktionen austesten um heraus zu finden, wie was anzuwenden ist.
    Ohne Internet ist das Navi praktisch unbrauchbar, da man die (ziemlich versteckt auf der Garmin Seite zu findende) Software Base Camp und die OSM (Open Street Map) Karten wie Open MTB Map nur dort bekommt.

    Zum Verständnis, man unterscheidet:
    Routen - errechnete Wegführung zum Ziel. Die Qualität schwankt je nach
    verwendeter Software und Karte. Also kann man plötzlich an unbefahrbaren Straßen stehen. Routen können die kürzeste oder schnellste Strecke errechnen, oder Steigungen vermeiden. Leider funktioniert das Autorouting für Radfahrer auf den Outdoornavis nicht so gut. Für ein gutes Routing bedarf es Erfahrung und Zeit. Im Internet gibt es verschiedene Seiten die Routen für Radfahrer errechnen. Diese können dann als Track herunter geladen werden.
    Tracks - fest gelegte Wegführungen. In der Regel von anderen per GPS aufgezeichnet oder manuell am Computer erstellt. Ist es ein Qualitätstrack mit guter Beschreibung kann man ihn Problem los nach fahren.

    Leider werden die Begriffe immer mal wieder vermischt.

    Hat man erfolgreich diese ganzen Hürden überwunden, geht der Spaß los. Man kann:
    - das Gerät als Reisecomputer wie ein Tacho nutzen.
    - sich eine Route ausrechnen lassen.
    - mal eben wie mit einer normalen Karte schauen wo man sich befindet und wo der sich abzweigende Weg hin führt.
    - herunter geladene Tracks nach fahren.
    - den gefahrenen Track aufzeichnen (geschieht in der Regel automatisch) und in Base Camp darstellen lassen.
    - Punkte Markieren.
    - Und klar, das Gerät ist auch für papierloses Geocaching gebaut.

    Die Darstellung auf dem Display ist sehr gut. Der Stromverbrauch für die Beleuchtung zwar recht hoch, am Tage benötigt man jedoch keine Beleuchtung.


    Die Bedienung ist recht umständlich: zum wechseln der Darstellungen muss man mindestens 2 mal eine Taste drücken. Viele Menu Optionen und Einstellungsmöglichkeiten verwirren eher. Auch haben die Tasten Quit und Page zum umschalten die gleiche Funktion. Entweder ist Page bei dieser Geräte Version also komplett überflüssig, oder ich habe nur den Zweck noch nicht gefunden. Das eingeben von Text für Notizen artet in einer Pfeil, weiter, Enter, Pfeil Tipporgie aus. Zum Glück schlägt das Gerät für zu speichernde Tracks Namen aus Datum und Uhrzeit vor, die man mit wenigen Tastendrücken übernehmen kann.

    Unschön, aber nicht schlimm: die Tasten rubbeln sich schon nach kurzer Zeit ab. Sieht aus als wäre eine Folie auf die Tasten geklebt und würde sich nun ablösen.

    Regenfahrten hat es bei mir Problemlos überstanden, die Abdichtung sollte auch ein unfreiwilliges Bad in einer tieferen Pfütze überstehen. Beim tauchen ist ein GPS eh unbrauchbar und für Boote gibt es spezielle Geräte. Ich denke für Flusswanderungen per Kajak kann es auch verwendet werden.

    Entgegen der Beschreibung halten die Akkus nur etwa 4h und müssen dann ausgetauscht werden. Keine Ahnung ob es an der nachlassenden Kapazität meiner Akkus oder an der Geräteeinstellung liegt. Da muss ich noch mal tiefer forschen.
    Zum Glück wird der Track in Echtzeit gespeichert, und auch wenn sich das Gerät wegen Strommangel plötzlich ausschaltet, bleiben alle Daten erhalten

    Ich fahre fast gar nicht mehr ohne Navi am Fahrrad los. Nicht weil ich die Gegend nicht kenne, sondern weil ich mit dem Abfahren und Aufzeichnen von Nebenwegen die OSM Karte weiter verbessern möchte. Das motiviert mich zusätzliche Umwege zu machen und führt mich zu mir bisher unbekannten schönen Wegen. Sollte ein Gebiet komplett aufgezeichnet sein, werden die dort vorhandenen Geocaches "eingesammelt". Ja, ich brauche solche Knochen um meinen Inneren Schweinehund zusätzlich zu meinem täglichen Arbeitsweg vom Sofa zu locken. Als Mitfahrer auf geführten Radtouren zeichne ich Strecken auf und kann sie jederzeit nach fahren, oder sogar selbst mal als Tourenleiter führen. Auch die Weitergabe an andere Tourenleiter als GPS Track ist so leicht möglich. Als Aktiver im ADFC sehr hilfreich.
    Alles in allem: Ich bereue die Anschaffung nicht!!!!!
    Geändert von Harzrandradler (10.07.2011 um 18:15 Uhr)

  2. Garmin GPSMAP 62 #2
    Helge
    Habe den GPSmap 62s und bin bisher sehr zufrieden. Die Einarbeitung war etwas aufwendiger als bei einem Auto-Navi, aber dafür kann es mehr.

    Wenn man den Speicherkartenslot will, muß man den 62s nehmen, der 62er ist absichtlich ohne und dafür deutlich günstiger.

    Mit den Tasten habe ich keinerlei Probleme, das könnte bei Dir evtl. ein Reklamationsfall sein?

    Das man eine Halterungen für jedes Rad einzeln benötigt finde ich jetzt nicht so tragisch. Zumeist wird das eh' nur ein weiteres Rad sein und da tun die 9€ nicht weh, dafür ist die Halterung, wie Du gesagt hast, sehr stabil, beides geht halt nicht (zumindest nicht für 9€).
    Wenn sie im Lieferumfang wäre, würden sich die Wanderer ärgern, das sie dafür mitbezahlen dürfen.

    Page: Wechseln der Anwendungen
    Quit: Verlassen der aktuellen Anwendung (dann tatsächlich ähnlich Page), verlassen eines Menus, Submenus etc.(geht mit Page nicht)

    Bei mir halten die Akkus ca. 18h, daher dürften Deine Akkus hin sein, oder Du hast die Beleuchtung dauerhaft eingeschaltet?

    Ich bin mit der Ablesbarkeit bei Umgebungslicht und bei Dämmerung/Nacht (mit Beleuchtung) sehr zufrieden.

    Ansonsten bin ich absolut Deiner Meinung, ein sehr gutes Gerät

    Gruß

    Helge

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