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Wann gibt's in München die ersten Radlstaus im Berufsverkehr?

  1. Wann gibt's in München die ersten Radlstaus im Berufsverkehr? #1
    Isarradler

    Wann gibt's in München die ersten Radlstaus im Berufsverkehr?

    Mache auf meinem Weg in die Arbeit immer ampelbedingt am Baldeplatz, von der Humboldtstraße aus kommend, halt.

    Heute, ca. 8 Uhr (schönster Berufsverkehr im Autobereich, rausche immer gern den Giesinger Berg runter, an den sich stauenden Autos vorbei) komme ich am Baldeplatz an, will wie immer links abbiegen auf die Wittelsbacherstraße. Wie immer ist auch rot, nur finde ich kaum noch Platz, wo ich mein Radl hinstellen soll... Es gibt ja keine Linksabbiegerspur und nur ein schmales Geradeaus-Spürchen... Auf dem Fußgängerweg war auch schon alles voll. Also einfach stehen geblieben. Geradeausfahrer am Kotzen, aber was will man machen?

    Sehe auf die andere Straßenseite: Da stehen mir ca. 30 Radlfahrer gegenüber, grimmig schauend, abcheckend, wen von uns sie als erstes plattmachen wollen, Hufe scharrend...

    Ich bin dann doch noch gut über die Kreuzung gekommen, aber neben und hinter mir habe ich bösartige Rufe und wildes Geklingel gehört (galt natürlich alles nicht mir ). Schwierig wird das auch, wenn man mal ausnahmsweise bei grün nach links über die Kreuzung will, da kommt man dann wegen kreuzendem Fahrradverkehr bei dieser Ampelphase meistens auch nicht mehr rüber.

    So langsam kommt das Münchner Radlnetz an den Hauptverkehrsrouten an seine Grenzen, oder was meint ihr? Wir brauchen breitere Fahrwege!!

  2. Wann gibt's in München die ersten Radlstaus im Berufsverkehr? #2
    k-m-w
    Wir tauschen einfach mit den Autofahrern die Wege... wir auf der Straße, sie auf dem Radlweg

  3. Wann gibt's in München die ersten Radlstaus im Berufsverkehr? #3
    Isarradler
    Im Prinzip ne super Idee Wenn sie aber wenigstens schon mal eine Spur abgeben würden...

  4. Wann gibt's in München die ersten Radlstaus im Berufsverkehr? #4
    Gast22322
    Zitat Zitat von Isarradler Beitrag anzeigen
    Im Prinzip ne super Idee Wenn sie aber wenigstens schon mal eine Spur abgeben würden...

    Irgendwann geben sie uns freiwillig die gewünschte Spur, denn bei den Benzinpreisen, ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann sie endlich den 6 km Fahrwahnsinn beenden. Und statistisch betrachtet fahren die meisten Autofahrer im Berufsverkehr ca. 6 km einfach mit dem Auto!
    Geändert von Gast22322 (12.05.2011 um 11:28 Uhr)

  5. Wann gibt's in München die ersten Radlstaus im Berufsverkehr? #5
    Isarradler
    Ja, seltsam, wenn man mal in die Autos guckt. Überall nur der Fahrer drin. Steht da minutenlang vor der Ampel, macht den Motor nicht aus, da ja dann die AC nicht mehr funktioniert. Aber schön gemütlich haben sie es ja alle drin, während ich mich durch deren Abgase quäle...

    Aber so laut will ich auch nicht schreien, denn morgen bin ich ausnahmsweise höchstselbst einer von DENEN ! Geht aber nicht anders... Und die Familie ist noch krasser: Die Schwiegermutter fährt mit dem Auto zur U-Bahn - 10 Minuten Gehweg!! Mit dem Auto ist sie da nicht schneller: Raus aus der Garage, an drei Ampeln warten, Parkplatz suchen...

    Da bin ich mal gespannt, wie teuer der Sprit noch werden muss, damit diese Kurzfahrten aufhören.

  6. Wann gibt's in München die ersten Radlstaus im Berufsverkehr? #6
    Gast22322
    Zitat Zitat von Isarradler Beitrag anzeigen
    Ja, seltsam, wenn man mal in die Autos guckt. Überall nur der Fahrer drin. Steht da minutenlang vor der Ampel, macht den Motor nicht aus, da ja dann die AC nicht mehr funktioniert. Aber schön gemütlich haben sie es ja alle drin, während ich mich durch deren Abgase quäle...

    Aber so laut will ich auch nicht schreien, denn morgen bin ich ausnahmsweise höchstselbst einer von DENEN ! Geht aber nicht anders... Und die Familie ist noch krasser: Die Schwiegermutter fährt mit dem Auto zur U-Bahn - 10 Minuten Gehweg!! Mit dem Auto ist sie da nicht schneller: Raus aus der Garage, an drei Ampeln warten, Parkplatz suchen...

    Da bin ich mal gespannt, wie teuer der Sprit noch werden muss, damit diese Kurzfahrten aufhören.

    Stimmt, sie sitzen meist alleine in ihrer Blechkiste. Wenn man die Leute danach fragt, warum sie denn mit dem Auto in die Arbeit fahren, hört man immer wieder das Gleiche: "Puhhhh, viel zu anstrengend, da würde ich ja verschwitzt ankommen, nee, das geht nicht..." Meist kommen solche Antworten von Übergewichtigen!

  7. Wann gibt's in München die ersten Radlstaus im Berufsverkehr? #7
    Kämpfer
    Fahre ein- bis zweimal die Woche nach München. Einfache Strecke ca. 20-25km, je nachdem, wozu ich gerade Lust habe. Ich komme aus Grasbrunn östlich von München und fahre meist über die Truderinger Straße rein. Bis dahin ist alles gut. Mit Erreichen der Einsteinstraße oder der Prinzregentenstraße macht es dann aber keinen Spaß mehr. Wobei sich auf der Einsteinstraße ja immerhin etwas getan hat und es nun durchgängig einen Fahrradweg gibt. Grundsätzlich ist München aus Radfahrsicht aber fürchterlich. All diese Positionskämpfe bei den Ampeln, weil einfach zu wenig Platz ist. Und manchen Autofahrern kann man schon im Gesicht ablesen, dass sie Dich am liebsten über den Haufen fahren würden.

    Das Problem ist im Umland aber auch vorhanden. Das Radwegnetz ist einfach viel zu dünn und hält sicher viele Menschen davon ab, aufs Rad umzusteigen. Glaubt man den Ankündigungen der Politiker, dann hat ein Umdenken eingesetzt. Wegen des notorischen Geldmangels glaube ich aber nicht, dass sehr viel passieren wird.

    Schönes Wochenende!
    Michael

  8. Wann gibt's in München die ersten Radlstaus im Berufsverkehr? #8
    Gast22322
    Zitat Zitat von Kämpfer Beitrag anzeigen
    Fahre ein- bis zweimal die Woche nach München. Einfache Strecke ca. 20-25km, je nachdem, wozu ich gerade Lust habe. Ich komme aus Grasbrunn östlich von München und fahre meist über die Truderinger Straße rein. Bis dahin ist alles gut. Mit Erreichen der Einsteinstraße oder der Prinzregentenstraße macht es dann aber keinen Spaß mehr. Wobei sich auf der Einsteinstraße ja immerhin etwas getan hat und es nun durchgängig einen Fahrradweg gibt. Grundsätzlich ist München aus Radfahrsicht aber fürchterlich. All diese Positionskämpfe bei den Ampeln, weil einfach zu wenig Platz ist. Und manchen Autofahrern kann man schon im Gesicht ablesen, dass sie Dich am liebsten über den Haufen fahren würden.

    Das Problem ist im Umland aber auch vorhanden. Das Radwegnetz ist einfach viel zu dünn und hält sicher viele Menschen davon ab, aufs Rad umzusteigen. Glaubt man den Ankündigungen der Politiker, dann hat ein Umdenken eingesetzt. Wegen des notorischen Geldmangels glaube ich aber nicht, dass sehr viel passieren wird.

    Schönes Wochenende!
    Michael

    Ich fahre die Einsteinstr. täglich und ich muss sagen, daß eine hervorragende Lösung gefunden worden ist. Die Prinzregentenstr. fahre ich auch desöfteren, ich würde sagen, da wäre noch ein wenig Verbesserung angesagt. Ich habe keine Positionskämpfe an der Ampel, reihe mich einfach hinten an und überhole bei der nächsten Gelegenheit.

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