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27.01.2009, 02:28 Kaufberatung für Gelegenheitsfahrer :-) #1konRAD
Kaufberatung für Gelegenheitsfahrer :-)
Hallo miteinander,
zunächst eine kurze Vorstellung:
Ich bin der Konrad und 25 Jahre alt. In meiner Schulzeit war ich immer sehr viel mit dem Fahrrad unterwegs, danach ist es durch den Wegfall des Schulwegs und mehrere Umzüge in kurzer Zeit leider ziemlich eingeschlafen. Ich muss auch zugeben, dass das Fahrrad für mich nie so ein richtiges Hobby war, sondern vor allem ein sehr angenehmes und günstiges Fortbewegungsmittel. Durch die Umzüge habe ich den Fahrradkauf dann immer hinausgeschoben, um nicht unnötig viel Ballast transportieren zu müssen, und auch weil alle meine näheren Ziele zu Fuß und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar waren.
Jetzt ist es aber soweit, dass ich mir wieder ein Fahrrad zulegen will. Leider fühle ich mich von der Angebotsvielfalt und den ganzen Detailfragen etwas erschlagen. Ich habe hier im Forum schon sieben Seiten Kaufberatung durchgelesen, dabei interessante Informationen gefunden, aber es sind auch viele Fragen hinzugekommen von denen ich vorher gar nichts geahnt hatte
Ich möchte ein möglichst wartungsarmes, sicheres und verkehrstaugliches Fahrrad für den Straßenverkehr. Das Rad wird hauptsächlich auf asphaltierten Straßen und ebenen Feld- oder Waldwegen gefahren werden. Das Rad soll sommer- und wintertauglich sein, falls das eine Rolle spielt.
Die Mindestnutzung wären 2x 10 Kilometer pro Woche. Wenn ich dann erst wieder Gefallen daran gefunden habe, könnte es schnell mehr werden
aber ich möchte nicht gleich mit Radtouren kalkulieren. 25 km pro Woche müssten aufs Jahr gerechnet im Durchschnitt hinkommen.
Soviel zu meinem Radlerprofil. Jetzt einige Fragen, auch verbunden mit der Bitte um Modellvorschläge und ggf. Anmerkungen falls ich etwas übersehe:
Bremsen. Als Handbremsen hatte ich früher solche, bei denen Bremsklötze mehr oder weniger stark an die Reifen gepresst wurden, was aber bei nassen Reifen nicht immer optimal war. Ist diese Technik noch aktuell oder gibt es da besseres?
Beleuchtung. Hier war mir völlig unbekannt, dass es Nabendynamos gibt. Ich kannte nur die normalen Dynamos, die man an das Rad klappt. Ich bin mir nicht sicher, ob sich ein Nabendynamo für mich lohnt, oder ob ich an der Stelle Geld sparen könnte. Macht das am Preis viel aus? Standlicht finde ich dagegen sehr sinnvoll, um an der roten Ampel nicht übersehen zu werden.
Federung. Möchte ich nicht. Ich habe mal eine kleine Fahrt auf einem gefederten Leihrad gemacht, und irgendwie fehlte mir dabei das Gefühl, das Fahrrad immer so richtig direkt mit dem ganzen Körper zu kontrollieren.
Rahmenhöhe. Ich habe hier (http://www.fahrradschmiede-berlin.de...oehe:_:11.html) versucht, die richtige Rahmenhöhe zu ermitteln. Ich bin 1,73 m, Schrittlänge ca. 80 cm, und das Ergebnis war: "Rahmenhöhe von 53 cm bzw. 21"(Zoll) berechnet." Allerdings finde ich auf der gleichen Seite 24"-Kinderräder
Gibt es da unterschiedliche Messsysteme für Kinder und Erwachsene? Ich frage mich auch, welche Bedeutung die Sattelverstellbarkeit hat. Das ist dann doch eher "Feintuning", und wichtiger ist die Rahmenhöhe?
Reifen. Ich habe manchmal von "pannensicheren Reifen" gelesen. Geht es dabei um einen stabileren Mantel oder um den Schlauch? Ist das wirklich pannensicher, und falls ja, kostet das sehr viel mehr?
Gangschaltung. Nabenschaltung erscheint mir sympathischer, da wohl wartungsärmer? Ich meine mich auch zu erinnern, dass bei einer Nabenschaltung die Kette seltener herausfliegen würde als bei einer Kettenschaltung. Stimmt das? Berge und Hügel will ich nicht befahren, die stärkste Steigung wäre wohl eine Verkehrsbrücke.
Rahmen. Das scheint ein heikles Thema zu sein
Ich tendiere hier zum Stahlrahmen mit möglichst wenigen Schweissnähten, um Brüche zu vermeiden. Beim Gedanken an Alu wird mir wegen der sich nicht ankündigenden Brüche ein wenig unbehaglich, aber vielleicht gewichte ich das auch zu stark. Andererseits scheint Stahl letztlich zwar schwerer, aber günstiger und langlebiger zu sein? Das wäre dann das, wonach ich suche.
Sonstiges. Gepäckträger ist ein Muss. Beim Lenker wäre es nett, wenn er nach oben zeigende "Hörner" hätte, da ich es früher sehr angenehm fand, ab und zu die Handposition wechseln zu können. Aber wichtig ist das nicht. Das Aussehen des Rades (Farbe, Design, Modesachen...) ist mir völlig egal. Ich bin mit 57 Kilo ein Leichtgewicht, gibt es da etwas zu beachten?
Budget. Ich hatte so an ca. 800 Euro gedacht. Wenn es 1000 werden, ist es auch in Ordnung. Mehr wäre zwar möglich, aber da würde ich schon ins Grübeln kommen, ob sich das für mich lohnt. Eigentlich würde ich lieber mal abwarten, wie ich das Fahrrad im Alltag auf Dauer wirklich nutze.
Ist jetzt eigentlich eine gute Jahreszeit zum Fahrradkauf, weil beim Händler vielleicht weniger los ist als im Frühling und der dann mehr Zeit für einen hat, oder spielt das keine Rolle?
Ist jetzt länger geworden, als ich dachte. Danke fürs Durchlesen und eure Antworten
Konrad
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27.01.2009, 07:52 Kaufberatung für Gelegenheitsfahrer :-) #2Koriander
Hallo konRAD,
Weia, also, Bremsen, die auf die Reifen wirken, sind zum Glück passe. Für deine Anforderungen sin V-Brakes richtig, die wirken auf die Felgenflanken und bremsen recht passabel, ohne gleich Hunderte von Euros zu kosten.
Ein Seitenläuferdynamo kostet auch Geld, ein guter sogar richtig Geld - und selbst der kann in richtig miesem Wetter durchrutschen. Außerdem spart du mit NaDy ja das normale Vorderrad bzw. dessen Nabe. Nabendynamo-Vorderräder (komplett) gibt es von ca. guten 30 bis 200 Euro und das Einsteigermodell der 20er oder 30er Serie von Shimano oder das alte Modell von Sram (hab ich vor einiger Zeit für 32,50 inkl. Versand erstanden) reicht für dich völlig und ist wärmstens zu empfehlen. LED Lampen mit Standlicht ebenfalls, wobei man hier auch mit dem letztjährigen Topmodell noch besser als früher überhaupt vorstellbar bedient ist. Ich empfehle dir den IQfly senso plus und D´toplight flat, falls du die Beleuchtung einzeln und kein Komplettrad kaufst, dann über Ebay oder Onlineshops.
So ist es. Unbedingt Finger weg von Federung, wenn du nicht im Hochpreissegment kaufen willst (was für dich übertrieben wäre). Gute Federungen sind teuer, billige (denen man in den Radläden kaum ausweichen kann, wenn man nicht aufpasst) schlecht bzw. fehleranfällig und für einen gesunden Mittzwanziger ohnehin unnötig bei Straßenfahrten. Schwer sind sie außerdem.
Das erste bezieht sich auf die Rahmenhöhe, das zweite dagegen auf die Größe der Laufräder
. Für Erwachsene nimmt man 20" oder 28" Laufräder. Die richtige Rahmenhöhe hängt aber dann immernoch von der Art des Rades ab, bei Trekkingrädern misst man anders als bei MTBs. Entscheidend beim Radkauf ist aber nicht nur die richtige Höhe des Rahmens, sondern ob die gesamte Geometrie passt, also auch Oberrohrlänge usw. Daher wäre ein Kauf vor Ort einfacher zum probefahren. Online gekaufte Räder kann man natürlich nach Fernabsatzgesetz auch zurückschicken, wenn sie nicht passen oder nicht gefallen. Ob man das allerdings auf der Straße ausprobiert haben darf, weiß ich nicht genau.
Es geht um die Mäntel. Ich hatte auf geschätzte 13.000 km keine Panne mit dem Marathon plus. Mein Freund dagegen schon nach 1000 km. Die Pannenwahrscheinlichkeit sinkt aber schon erheblich mit den "unplattbaren", wenn sie ordentlich aufgepumpt sind. Allerdings sind die Reifen langsamer (Gewicht um 800 g pro Reifen...). Empfehlenswert, wenn du öfter mal zur Disco oder in deren Umgebung vorbeiradelst oder sonst durch scherbenintensive Bereiche kommst. Im Laden kosten die Marathon plus um die 30 € Stück gegenüber vielleicht 10 für Nonamereifen oder 20 für die normalen Marathon oder anderen "Mittelklasse Markenreifen"
Dann rate ich dir zur 5 Gang Pentasport oder 7 Gang S7 von Sram, alternativ die Nexus 8 von Shimano. WENN bei Nabenschaltung die kette herunterfällt, dann weisst du, dass es Zeit ist, die Kette zu spannen.
Stimme dir zu bis auf die Schweissnähte. Sehr wenig Schweißnähte gäbe es ja nur, wenn wenig Verbindungen von Rohren vorhanden wären, und das wäre natürlich instabil. Ein Rahmen bricht glaube ich vielleicht an den Nähten, aber nicht wegen derselben, wenn die vernünftig ausgeführt sind. So leicht, wie du bist, musst du dir aber sicher keine Sorgen machen.
Jou. Warum alles im Rucksack auf dem Buckel schleppen. Gut für nicht allzu viel geld sind die träger von Pletscher. Details wie Griffe, Hörnchen usw. rüstet dir ein vernünftiger Händler sicher nach.
Wenn du mich fragst, ist dein Budget schon üppig für das, was du brauchst. Da wird du bei der fahrradmanufaktur oder bei fjord oder, oder, oder fündig.
Grüße, Christiane
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28.01.2009, 03:21 Kaufberatung für Gelegenheitsfahrer :-) #3konRAD
Hallo Christiane,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Ich fühle mich jetzt schon ausreichend gut vorbereitet, um mich in ein paar Fahrradgeschäfte zu wagen
Wenn sich dabei neue Fragen auftun, melde ich mich wieder hier.
Danke & Gruß
Konrad
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28.01.2009, 08:14 Kaufberatung für Gelegenheitsfahrer :-) #4KorianderIch seh gerade, da hab ich mich vertippt. Gewöhnlich fahren Erwachsene auf 26" oder 28". (20" wenn dann nur bei Liegerädern).Das erste bezieht sich auf die Rahmenhöhe, das zweite dagegen auf die Größe der Laufräder
. Für Erwachsene nimmt man 20" oder 28" Laufräder. Die richtige Rahmenhöhe hängt aber dann immernoch von der Art des Rades ab
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28.01.2009, 13:25 Kaufberatung für Gelegenheitsfahrer :-) #5Snif
das ist mal ein Beispiel, das ganz gut auf Deine Anforderungen passen würde
http://www.stevensbikes.de/2009/inde...602&lang=de_DE
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03.02.2009, 22:49 Kaufberatung für Gelegenheitsfahrer :-) #6konRAD
Hallo,
ich habe jetzt herausgefunden, dass ich ganz in der Nähe einen Fahrradmanufaktur-Händler habe, einen Stevens-Händler leider nicht. Da Fahrradmanufaktur hier ganz gut bewertet wird, habe ich mich mal bei denen umgesehen.
Soweit ich es überblicken kann, würde das Modell "T-100 Shimano Nexus 8-Gang" (http://fahrradmanufaktur.de/T100_Shi...8Gang_119.html) eigentlich ziemlich genau dem entsprechen, was ich suche, bei teilweise identischen Komponenten zu euren Empfehlungen. Kann mir das jemand bestätigen, oder übersehe ich etwas?
Nur, falls das Rad passen würde: Was ist denn in der Praxis der Unterschied zum Modell "T-100 C Shimano Nexus 8-Gang" (http://fahrradmanufaktur.de/T100_C_S...8Gang_117.html)?
Hier mal die Unterschiede bei den Komponenten:
Bereifung
T-100: "CONTINENTAL "Town Ride" Reifen, 37x622, Reflex"
T-100 C: "CONTINENTAL "City Contact" Reifen, 47x622, Reflex"
Sattelstütze
T-100: OFF LIMIT "ULTRA" Patentsattelstütze
T-100 C: OFF LIMIT "ULTRA" Patentsattelstütze, gefedert
Lenker
T-100: OFF LIMIT "ULTRA" Town
T-100 C: OFF LIMIT "ULTRA" CU-Lenker
Kettenschutz
T-100: HORN "Catena" Kettenkasten, 38 Zähne
T-100: HORN "Catena" Kettenkasten, 48 Zähne
Als Laie verstehe ich die Angaben einfach so, dass das T-100 C breitere Reifen(?), gefederten Sattel und anders geformten Lenker hat. Was ein gefederter Sattel macht, ist mir klar
aber was hat es mit Reifen und Kettenschutz auf sich? Ist das T-100 C einfach einen Tick besser für gröberen Untergrund geeignet, oder steckt mehr dahinter?
Danke,
Konrad
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03.02.2009, 23:55 Kaufberatung für Gelegenheitsfahrer :-) #7Triangulum
Hallo Konrad,
das C steht wohl für Comfort.
Die etwas breiteren Reifen bieten etwas mehr Federungskomfort. Was der Kettenschutz soll erschließt sich mir auch nicht.
Manche Hersteller statten ihr C Modell mit einer Federgabel aus.
Fahr wenn du die Möglichkeit hast einfach beide Modelle Probe.
Grüße Kai
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16.02.2009, 16:03 Kaufberatung für Gelegenheitsfahrer :-) #8konRAD
Ich bin inzwischen mit dem T-100 mit Kettenschaltung ein paar Runden gefahren und es gefällt mir soweit. Zumindest habe ich nichts bemerkt, was mir nicht gefällt.

Jetzt muss ich nur noch irgendwie an das T-100 mit Nabenschaltung herankommen. Wie ist das, wenn man so ein Rad im Internet bestellt - gibt es da auch Händler, die alles vormontiert liefern?
Eigentlich gefällt mir das Angebot hier ganz gut: http://www.antrieb.com/shop/product_...31_114_126_652
, allerdings bin ich nicht so der Bastler, und für mich liest sich die Montageanleitung auf http://www.antrieb.com/shop/service.php?site=38#start schon recht aufwändig.
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Laufradsatz Umrüstung
Hoppern ist tatsächlich nicht schön. Aber solang es sich nicht zum fondarn auswächst geht's noch ^^