Reifenbreite - Frust wegen Angaben
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Ich muß mal meinen Ärger und Frust zum Thema Reifenbreite kundtun.
Ich habe mir einen Satz Conti CityContact Reflex in 47-622/28x1,75 zugelegt.
Die tatsächlich gemessene
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15.01.2009, 12:29
Reifenbreite - Frust wegen Angaben
#1
Reifenbreite - Frust wegen Angaben
Hallo
Ich muß mal meinen Ärger und Frust zum Thema Reifenbreite kundtun.
Ich habe mir einen Satz Conti CityContact Reflex in 47-622/28x1,75 zugelegt.
Die tatsächlich gemessene Reifenbreite beträgt gerademal 41mm bei 3bar.
Das sind auf die 47mm bezogen ca.15%, auf die 1,75=44,5mm bezogen ca.10% weniger wie angegeben.
Inzwischen habe ich gelesen das die Hersteller ihre Reifen generell schmaler bauen wie die Größenangabe vorgaukelt.
Wenn ich das vorher gewußt hätte, würde ich jetzt mit CityContact Reflex in 54-622 rumfahren.
Die hätten dann wenigsten 47mm gehabt.
So ein Shit.
Gibt es für 50mm Reifen außer dem Mara.Supreme und BigApple sonst noch Alternativen?
Grüße
Alias
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15.01.2009, 13:22
Reifenbreite - Frust wegen Angaben
#2
Die reale Reifenbreite hängt insbesondere auch mit der Maulweite der verwendeten Felge zusammen.
Reifenhersteller geben ihre Breitenangabe auf Basis einer "Normfelge" (nach ETRTO) an. Gerade bei breiteren Reifen sind aber häufig die Normfelgen dicker als das, was am typischen real existierenden Fahrrad verbaut ist.
Wenn Du einen 47er-Reifen mit realer Breite 41 mm misst sieht das stark nach einer Felge mit 17er-Maulweite aus. Darauf noch breitere Reifen zu montieren würde außer möglichem Ärger nichts bringen. Wenn die reale Reifenbreite also wirklich entscheidend für Dich ist brauchst Du neben den entsprechenden Vollfettpuschen auch Laufräder mit breiteren Felgen.
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16.01.2009, 10:34
Reifenbreite - Frust wegen Angaben
#3
Hallo
Ich habe 08/15er Laufräder, RIGIDA ZAC 19 oder 2000.
Beide haben eine Maulweite von 19mm.
Was ich nun nicht gefunden habe ist die Info zu Normfelgen.
Welche Reifenbreite benutzt welche Normfelgenbreite/Maulweite als Grundlage der Angabe zur Reifenbreite?
Herstellerseitig kenne ich nur Schwalbe die Angaben machen.
Warum sind die Reifen oft schmaler als laut Größenbezeichnung angegeben?
http://www.schwalbe.de/ger/de/techni...t=TechnikInfos
Welcher Reifen passt auf welche Felge?
http://www.schwalbe.de/ger/de/techni...t=TechnikInfos
Hier sagt Schwalbe auch klipp und klar das die Hersteller den zulässigen Toleranzbereich (+/- 3 mm) lieber nach unten ausnutzen.
Hier taucht dann auch der Begriff der Normfelge wiederum auf, aber leider ohne Angabe zu den Maßen dieser Normfelge bzw. was sich dahinter verbirgt.
Der Großteil der angebotenen Laufräder bzw. Laufradsätze die zu bezahlbaren Preisen angeboten werden besteht in der Regel aus einer Rigida ZAC ?? oder EXAL Felge mit 19er Maulweite.
Die von Rigida angebotene ZAC 21 hat als Laufrad bzw. laufradsatz schon Seltenheitswert.
Soweit die Realität.
Letztendlich ärgere ich mich auch über mich selbst das ich nicht vorher recherchiert habe.
Allerdings fahre ich auch noch Auto, Roller und Motorrad.
Hier kenne ich diese Problematik nicht, weshalb ich beim Radl vorher auch keinen Gedanken dran verschwendet habe.
Naja, vielleicht hilft dieser Beitrag anderen.
Grüße
Alias
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16.01.2009, 11:15
Reifenbreite - Frust wegen Angaben
#4

Zitat von
Alias
Was ich nun nicht gefunden habe ist die Info zu Normfelgen.
Du hättest besser nach Messfelge suchen sollen:
http://tandem-fahren.de/Technik/Reif...l_Reifenbreite
http://www.fahrradzukunft.de/fz-0602/0602-04.htm
Bei einem 47er Reifen ist also die Reifenbreite auf eine Maulweite von 27mm (!) bezogen.
Frank
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16.01.2009, 11:42
Reifenbreite - Frust wegen Angaben
#5
Danke für die informativen Links.
Da hätte ich lange nach suchen müssen.
Ich wundere mich schon lange das die 19er Maulweite immer noch den größten Verbreitungsgrad hat.
Nicht nur im 28" Bereich sondern noch mehr im MTB Bereich.
Aber das liegt wohl an folgender Aussage:
Seit dem Jahre 2006 ist auch die Kombination von sehr breiten Reifen auf schmalen 17C und 19C Felgen von der ETRTO offiziell freigegeben. Das war ein sinnvoller Schritt, weil diese Kombination bei MTBs und Balloonbikes schon seit vielen Jahren gängige Praxis ist und keinerlei Probleme bereitet.
Nachzulesen unter:
http://www.schwalbe.de/ger/de/techni...t=TechnikInfos
Auf der Tabelle die man unter dem Link findet ist dann als zulässige Reifenbreite für einer 19er Felge die Breite von 62mm
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16.01.2009, 12:03
Reifenbreite - Frust wegen Angaben
#6

Zitat von
Alias
Allerdings fahre ich auch noch Auto, Roller und Motorrad.
Hier kenne ich diese Problematik nicht, weshalb ich beim Radl vorher auch keinen Gedanken dran verschwendet habe.
Bei Motorrädern gab oder vielmehr gibt es genau die gleiche "Erscheinung". Problem würde ich es nicht nennen. Insbesondere bei älteren Motorrädern mit relativ schmalen Felgen, z.B. 2,25" erreichen die maximal freigegebenen Niederquerschnittsreifen aus dem selben Grund auch nicht die angegebene Breite. Und das erklärt sich auch recht einfach, wenn man die Innenbreite der Felge als Teil des Reifenumfanges betrachtet. Je schmaler die Felge, desto geringer deren Beitrag zum Umfang. Und aus U = D x Pi folgt, dass es einen linearen Zusammenhang gibt. Aber was solls, beim Motorrad ist es ja sogar so, dass eines mit schmaleren Reifen eine höhere Kurvengeschwindigkeit erreicht als eines mit (zu) breiten Schlappen. Das ist, gleiche Gummimischung vorausgesetzt, mathematisch nachweisbar. Stichwort Verschiebung des Reifenaufstandspunktes und resultierend erforderliche Schräglage bei gleicher Kurvengeschwindigkeit. Driften geht mit schmalen Reifen allerdings nicht so gut, weil viel schwerer zu kontrollieren. Folglich kann man mit breiten Schlappen in der Kurve früher und heftiger ans Gas als mit schmalen Reifen. Nicht zuletzt durch den Rennsport hat sich dabei nach und nach ein 17-Zoll-Laufradsatz mit 120 bzw. 190 mm breiten Reifen als Optimum herausgestellt. Da die meisten Normalmotorradler aber kaum mal über 30 Grad Schräglage hinaus kommen und sich dabei schon garnicht trauen auch noch in die Kurve hinein zu bremsen und am Scheitelpunkt wieder das Gas aufzuziehen, kann man um viele (wohlgemerkt nicht alle) dieser Fahrer mit schmalen Reifen und einem "runden Fahrstil" Kreise fahren.
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16.01.2009, 12:12
Reifenbreite - Frust wegen Angaben
#7
Wenn man die Tabellen vergleicht, kann man etwas vereinfacht sagen, dass die Messfelge der nach ERTRO größten zulässigen Maulweite entspricht.
Es muss nicht für jeden das Ziel sein, die größtmögliche Breite aus einem Reifen herauszuholen. Z.B wird die Felge mit der Breite auch schwerer, Stichwort "rotierende Massen".
Frank
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25.06.2011, 19:44
Reifenbreite - Frust wegen Angaben
#8

Zitat von
Alias
Ich habe mir einen Satz Conti CityContact Reflex in 47-622/28x1,75 zugelegt.
Die tatsächlich gemessene Reifenbreite beträgt gerademal 41mm bei 3bar.
Das sind auf die 47mm bezogen ca.15%, auf die 1,75=44,5mm bezogen ca.10% weniger wie angegeben.
Inzwischen habe ich gelesen das die Hersteller ihre Reifen generell schmaler bauen wie die Größenangabe vorgaukelt.
Wenn ich das vorher gewußt hätte, würde ich jetzt mit CityContact Reflex in 54-622 rumfahren.
Die hätten dann wenigsten 47mm gehabt.
Der hat sogar 49mm
(in 18mm)
Das macht 4mm Abweichung.. und liegt damit über der Toleranz von 3mm.
Aber da steht 2.0 neben der 54-622. Das sind 51mm damit liegt er nur noch 2mm Abweichung. Was im Toleranzbereich liegt.
Ergo, bei Continental am besten auf die Zoll-Angaben verlassen und ca. 3mm abziehen. Da kaum jemand eine Felge mit 25mm Maulweite auf 28" fahren wird werden wir wohl nie Erfahren wie breit sie da wären... hatte erst überlegt so eine Felge zu besorgen. Aber ich glaub dann wird der Mantel zu Breit. Und laut Schwalbe sind ja sogar 17C inzwischen freigegeben da es kaum zu Problemen kommt.
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