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Das Ende einer Odyssee?

  1. Das Ende einer Odyssee? #1
    Gast4366

    Das Ende einer Odyssee?

    Der Beginn (2003) war dieses Rad:






    bzw. der dazugehörige Sattel . Breit, weich, mit Gel gefüllt, welches sich nach einem kleinen Sturzschaden auch gleich selbständig machte. Der Sattel war also nach vier Wochen hin (und unbequem war er nebenbei auch).

    Als Ersatz kam er:



    Okay, er war damals schon 10 Jahre alt, ziemlich ungepflegt und schon ein bißchen ausgeleiert, aber was soll's, für die Strecken, die ich damals gefahren bin, hat's gereicht. Montiert auf eine historische Kerzensattelstütze, weil er auf eine Patentstütze nicht passte.

    Anno 2005 kam dann der Zeitpunkt, dass der Brooks leider auch final war (okay, man hätte ihn auch bei Regen abdecken können).

    Jedenfalls war die Spannschraube am Ende, und die Decke hing durch, was doch für Unbehagen in den Weichteilen sorgte.

    Es musste also wieder mal Ersatz her, diesmal in Form von IHM:

    Ohne jegliches Fachwissen und überwiegend aus optischen Gründen gekauft, erwies sich der Max Flite Gel Flow von Selle Italia mit einer Breite von 153 mm als Glücksgriff. Schmerzen gehörten künftig der Vergangenheit an.

    Damit hätte die Geschichte eigentlich enden können, und sie wären schmerzfrei in den Sonnenuntergang gefahren ...

    Aber dann musste ja 2007 ein Mountainbike her, nämlich dieses:



    leider mit diesem Sattel:



    Kommt von der Firma "velo", ist 130 mm breit.

    Zitat: "sportlich und komfortabel"

    Sportlich war er ja (er sah zumindest so aus), aber komfortabel? Er bescherte mir die übelsten Schmerzen aller Zeiten! Der Entschluß kam schnell, spontan und rücksichtslos: das Ding fliegt!

    Nun stand mein schönes White Pepper also ohne Sattel vor mir, was tun? Schneller Entschluß: der Selle Italia vom Trecker muss als Notlösung herhalten. Da ich eh' nur noch MTB gefahren bin (war halt neu und auch ziemlich geil!), war es auch kein Problem, dass die Sitzgelegenheit am Trecker sich künftig auf die Sattelstütze beschränkte. Es stellte sich allerdings heraus, dass der Max Flite am Trecker bequemer war als auf dem MTB, scheinbar kann man etwas aufrechter bequemer darauf sitzen.

    Dann kam der Herbst, schlimmer noch, anschließend kam auch noch der Winter! Mit dem MTB zur Arbeit fiel wg. des Dreckfaktors flach, also musste wieder mal ein Sattel auf den Trecker, zumal das MTB zwischenzeitlich auf XT-Pedale umgerüstet war, die sich mit Straßenschuhen nicht fahren ließen. Aus Geizgründen fiel die Wahl (vorerst) auf den abgebauten Sattel vom MTB. Der war aber inzwischen auch nicht bequemer geworden

    Als Neuerwerbung kam dann, nach intensivem Studium des Forums, ein Brooks B17 ins Haus:

    Als Aged, weil der angeblich nicht so lange eingefahren werden musste …

    War leider auch ein Schuss in den Ofen! Die Sitzknochen und die Weichteile waren zufrieden, dafür eintwickelten sich Schmerzen im Steißbein, die nach ein paar Tagen zu vorrübergehender Radfahrabstinenz führten.

    Also Brooks wieder verkauft! (Der jetzige Besitzer ist übrigens angeblich hochzufrieden, gell Oggy?)

    Nun stand das Ding wieder nur mit Sattelstütze vor mir. Die nächste Wahl fiel auf diesen:

    Selle Royal Respiro Athletic.

    Gar nicht schlecht, bis auf die Tatsache, dass ich immer das Gefühl hatte, nach vorne zu rutschen. Stellte ich ihn vorne höher, war das Gefühl zwar weg, dafür stieg allerdings das Druckgefühle am "Jing" in unangenehme Bereiche. Nachdem ich mich auch nach mehreren Wochen immer noch nicht an das Gefühl gewöhnen konnte, musste auch dieser Kandidat sein Podest räumen.

    Also wieder gelesen, gesucht, geforscht, etc.

    Dann endlich mal eine Bestimmung des Sitzknochenabstandes, 12,5 cm.

    Damit mal auf http://www.sitzknochen.de/shop_conte...eite-bestimmen nachgeschaut. Seitdem weiß ich, warum der Selle Italia so gut passt. Alle anderen waren nämlich zu breit.

    Mit der Erkenntnis, dass ich ca. 150 mm Sattelbreite brauche, und mit den Erkenntnissen aus diversen Tests und Benutzerberichten aus diversen Foren, habe ich dann mal diesen bestellt:

    Einen Specialized Avatar mit einer Breite von 155 mm. Der sollte künftig mein MTB "zieren", weil der Max Flite wieder auf den Trecker sollte, wo er einen so guten Eindruck hinterlassen hatte.

    Nun denn, gestern kam er an, kurzerhand montiert, und zu einer 40 km-Tour aufgebrochen, wobei mein Hinterteil von den 50 km am Sonntag schon ziemlich "vorbelastet" war.

    Tja, was soll ich sagen, da mit der Hintern nach der Tour nicht mehr weh tat, als vorher (ein bißchen Schmerzen so früh im Jahr sind bei mir aber sowieso normal), gehe ich mal davon aus, das meine "Never Ending Story" der Sattelsuche nun doch zu einem Abschluß gekommen ist.

    Den Avatar gibt es übrigens für ca. 60 Euro auch in 130 und in 143 mm Breite, vielleicht ist das ein Tipp für andere, die noch einen bequemen, bezahlbaren Sattel suchen.
    Geändert von Gast4366 (06.05.2008 um 21:16 Uhr) Grund: Bildgrößen angepasst

  2. Das Ende einer Odyssee? #2
    aneuka
    Auch ich hab in den letzten Wochen ein paar Sättel ausprobiert und mich beim Händler ordentlich beraten und vermessen lassen.
    Ich fahre regelmäßig auch mal lange Strecken mit 4-5h Stunden auf einem eher Richtung Trekking gehendem MTB.

    Sitzknochenabstand 12cm
    Sitzposition: moderat, also Lenker und Sattel ca. gleiche Höhe
    Das bedeutet + 2cm für die Sitzposition, bei aufrechterer Position wären es + 3cm.
    Das heißt ich brauche einen Sattel der mind. 14cm breit ist. Die 14cm müssen aber die nutzbare Breite sein, das bedeutet bei Selle Italia wird die Auswahl sehr dünn, die besseren Selle Italia sind zwar in der Gesamtbreite locker so breit aber durch die Wölbung fallen die doch alle sehr schmal aus.

    Specialized gibt zwar die Breite mit 143 an, nutzbar sind aber weniger. Der Specialized war nicht schlecht, ich spüre aber beim bergauf fahren die Kanten vom Loch und hatte, zwar nur nach einiger Zeit, Probleme mit Taubheit. Durch den sehr punktuellen hohen Druck hatte ich das Gefühl das diese Stelle bei mir sehr empfindlich ist.

    Topeak Allay ist ein ganz neues Konzept mit Netz und Blasebalg zum aufpumpen. War etwas besser als der Specialized. Das ganze Zeug an dem Sattel hat nach dreimal fahren allerdings nicht mehr besonders gut ausgesehen. Insgesamt war der Sattel sehr unbequem trotz passender Breite. Um das Netz zu spannen hat der nochmal eine Erhöhung auf der Nase, da sollte man beim Fahren auf keinen Fall draufsitzen. Das hat bei mir einen richtig stechenden Schmerz ausgelöst.

    SQlab 610 ist auch ein neues Modell, war am Anfang etwas ungewohnt, man sitzt nicht mehr „im Sattel “ sondern eher oben drauf.
    Nach kurzer Zeit hat man sich daran gewöhnt. Auch die Sitzknochen habe ich zunächst etwas gespürt. Bereits bei der zweiten Fahrt´war das aber weg. Ich kann jedem hier nur empfehlen sich vermessen zu lassen und einen SQlab zu probieren. Der Druck am Dammbereich ist vollkommen weg, der Komfort ist auch bei langen Strecken unerreicht. Mit Abstand der beste Sattel den ich je gefahren habe. Der Sattel ist sehr leicht und die Verarbeitung geht völlig in Ordnung. Die Beratung beim Händler war super er kannte sich sehr gut aus und hat wohl beim Hersteller schon mehrere Schulungen besucht. (Urkunden an der Wand)

    Hab mir gleich für mein Stadtrad noch den 621 auch von SQlab geholt. Der ist mit 18cm im Prinzip zu breit für die Sitzknochen, aber da ich es hier etwas lockerer angehen lasse und eher aufrecht und auch mit Jeans fahre soll der Sattel wohl auch etwas „zu breit“ sein. Hier war bereits die erste Fahrt ganz toll. Mir macht das Radfahren jetzt wesentlich mehr Spaß, es ist unglaublich wie komfortabel das sein kann.

    Auch wenn der Sattel immer sehr individuell ist, oder gerade auch deswegen kann ich nur empfehlen zu einem Händler zu gehen der sich wirklich auskennt und Euch die Sitzknochen vermisst und dann einen SQ-lab zu testen.

  3. Das Ende einer Odyssee? #3
    nermin
    Hm, also am Anfang hats bei mir auch ein wenig geschmerzt. Ich habe den Selle Italia X0 und keine Ahnung was ich für nen Sitzknochenabstand habe.Aber mittlerweile hat sich mein Arsch dran gewöhnt. Bin mir nicht sicher, aber ich glaube nun anders zu sitzen als vorher, ich habe wohl die richtige Sitzposition gefunden...

  4. Das Ende einer Odyssee? #4
    Erich
    krass, bräuchte ich schmale Sättel (10cm beim Renner, 12 beim 8X)

    Sieht zwar gut aus, aber ich glaub fast nicht, dass ein sattel breit genug sein kann

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