Mein persönlicher Kampf
Diskutiere Mein persönlicher Kampf im Dein Trainings-Tagebuch Forum im Bereich Fahrrad-Forum Fitness; Aller Anfang ist schwer. Aber es gibt da solche Weisheiten wie „Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt“ und „Es gibt keinen besseren Zeitpunkt, als
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24.01.2011, 17:01
Mein persönlicher Kampf
#17
Herzlich Willkommen im Forum der Radelverrückten.
Ein unfallfreies 2011 wünsche ich Dir und schöne Touren.
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25.01.2011, 16:14
Mein persönlicher Kampf
#18
Schon komisch, wie warm sich 3 Grad plus anfühlen, wenn es kurz zuvor gut 10 Grad kälter war. Also ab aufs Rad und 70 Minuten Luft getankt. Und zwischenzeitlich ließ sich die Sonne auch mal kurz blicken – ein Hauch von Frühling. 
Was mich derzeit stört, ist die Länge der Vorbereitung. Alltagsklamotten ausziehen und dann die Zwiebeltaktik: Unterhose, warme Socken, lange Radhose, langes Trikot, Windjacke, Schuhe, Überschuhe, Helmunterzieher. Wie immer den Brustgurt vergessen, also Jacke und Trikot auf und irgendwie rein friemeln. Runter zum Fahrrad, Computer aufgesteckt, Helm vergessen. Wieder hoch, gleich auch die Trinkflasche mitgenommen und losgefahren. Licht vergessen. Mann o Mann! Geht heute doch bestimmt auch ohne, oder? Also gut, nochmals rauf, Licht holen und anklemmen und endlich losfahren. Manchmal hat es den Anschein, als dauere das länger als das eigentliche Fahren.
Wir hatten heute eindeutig Föhn und neben den milderen Temperaturen hatte dies den positiven Effekt, dass die meisten Radwege, die übrigens fast überall hervorragend geräumt waren, teilweise trocken waren. Der Nachteil war natürlich der Wind selbst. Der blies schon recht kräftig und vor allem böig, was mich zweimal fast vom
Sattel
geschubst hätte. Und wenn er von der linken Seite kam, war jeder Überholvorgang eines Transporters oder Lastwagens ein Augenblick höchster Konzentration: erst nach rechts lenken, um wegen der plötzlichen Windstille nicht in Richtung des überholenden Fahrzeugs zu fahren und nach Abschluss des Überholvorgangs nach links, um nicht in den Graben zu plumpsen.
Den Zehen ging es heute deutlich besser. 5 Grad wärmer und Überschuhe machen dann doch was aus. Kalt waren sie am Ende schon, aber sie schmerzten nicht. Sicherheitshalber habe ich trotzdem eine halbe Stunde gewartet, bevor ich unter die Dusche stieg.
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26.01.2011, 18:17
Mein persönlicher Kampf
#19
Schon wieder 3 Grad, aber alles wolkenverhangen und grau. Also habe ich das Fahrrad heute dafür verwendet, wofür es ursprünglich mal gedacht war: um von A nach B zu kommen. Bei mir war das zum einen die Apotheke, zum anderen mein Heilpraktiker.
Die Radwege waren nicht geräumt. Entweder wird das nur am Wochenende gemacht, oder alle zwei Tage oder nur, falls jemand Lust dazu hat. Die Bushaltestellen sind geräumt, aber nicht die Wege, die zu den Bushaltestellen führen. Da lag ein Misch aus 2cm Neuschnee, Schneematsch, sowie aufgetautem und wieder angefrorenem Eis. Kurzum: rutschig. Habe knapp 8km geschafft, ohne hinzufallen, mit einem Schnitt von 14,46km/h. Das sagt eigentlich alles.
Der negative Aspekt war der Fahrer des Lastwagens, der so nah am Straßenrand fuhr, dass er mitten durch den Schneematsch bretterte und mich einmal von oben bis unten besudelte. Vielen Dank dafür. 
Nachmittags gab es eine Stunde Fußball. Genauer gesagt Fußballtraining. Ich trainiere fünf- und sechsjährige Kinder, was einen Heidenspaß macht. Derzeit lerne ich noch und bin Co-Trainer, aber ab März werde ich die Rasselbande übernehmen. So bekomme ich jede Woche etwas Ausgleichssport, damit es nicht zu einseitig wird.
Geändert von Kämpfer (26.01.2011 um 20:31 Uhr)
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26.01.2011, 19:46
Mein persönlicher Kampf
#20

Zitat von
Kämpfer
Was mich derzeit stört, ist die Länge der Vorbereitung. Alltagsklamotten ausziehen und dann die Zwiebeltaktik: Unterhose, warme Socken, lange Radhose, langes Trikot, Windjacke, Schuhe, Überschuhe, Helmunterzieher. Wie immer den Brustgurt vergessen, also Jacke und Trikot auf und irgendwie rein friemeln. Runter zum Fahrrad, Computer aufgesteckt, Helm vergessen. Wieder hoch, gleich auch die Trinkflasche mitgenommen und losgefahren. Licht vergessen. Mann o Mann! Geht heute doch bestimmt auch ohne, oder? Also gut, nochmals rauf, Licht holen und anklemmen und endlich losfahren. Manchmal hat es den Anschein, als dauere das länger als das eigentliche Fahren.
Musste schmunzeln, irgendwas vergesse ich auch immer und dann geht das von vorne los, Schlüssel rauskramen, wieder ins Haus, das vergessene Teil holen, um dann festzustellen, es fehlt noch was. Überlege schon, mir eine Checkliste anzufertigen und abzustreichen.
Meistens kann man die Schuhe dann auch wieder ausziehen, da von unten der ganze Dreck noch drin sitzt, von meinen Ackerläufen.
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27.01.2011, 20:28
Mein persönlicher Kampf
#21
0 Grad, keine Sonne, aber trocken. Und natürlich Lust auf eine kleine Runde, denn ich hatte mir vorgenommen, die Bäume zu fotografieren. Die sehen im Augenblick nämlich wunderschön aus:

Also bin ich etwas mehr als eine Stunde gefahren und habe dabei ein paar Impressionen gesammelt:

376km sind es im Januar jetzt schon geworden, weit mehr, als ich gedacht hatte. Sollte nichts Unerwartetes dazwischen kommen, dann werde ich die 400km locker knacken. Geplant waren ja nur 150km.
Zum Wochenende hin soll die Sonne rauskommen, leider verbunden mit einer Abkühlung auf grob -3 Grad als Maximum. Sonne mit +5 Grad hätte ich besser gefunden, aber es ist halt Winter.
Nachdem Susanne über meine (und Ihre) Probleme beim Anziehen geschmunzelt hatte, hatte ich mir es auch noch mal durchgelesen und musste ebenfalls schmunzeln. Mit dem Ausgang, dass ich heute alles richtig gemacht habe und nichts vergessen hatte. Sogar den Brustgurt hatte ich umgelegt, bevor ich Trikot und Windjacke anzog!
Morgen früh habe ich einen Termin in der Strahlenklinik. Dann weiß ich und bald auch Ihr, welche Erkenntnisse das CT vom Montag gebracht hat. Hier schon mal ein Dank, an alle, die mir geschrieben, auf dem Forum geantwortet oder einfach nur mitgelesen haben.
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28.01.2011, 12:47
Mein persönlicher Kampf
#22
Bei Zustand nach Pancoast-Tumor links apical zeigt sich im Bereich des ehemaligen Tumorareals ein im Vergleich zur VU deutlich rückläufiger und aktuell nicht mehr sicher erhöhter Metabolismus der residuellen Weichgewebsverdichtung, somit kein sicherer Nachweis von Restvitalität. Verlaufskontrolle empfohlen.
Etwas verständlicher bedeutet das grob folgendes:
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Pancoast-Tumor links apical: Tumor in der linken Lungenspitze (links oben)
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im Bereich des ehemaligen Tumorareals: ehemalig ist sehr positiv!
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im Vergleich zur VU deutlich rückläufiger: VU = Voruntersuchung
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nicht mehr sicher erhöhter Metabolismus: ein erhöhter Metabolismus bedeutet einen erhöhten Stoffwechsel und damit ein erhöhtes Zellwachstum, was zur Bildung/Vergrößerung eines Tumors führt. Das Fehlen eines erhöhten Metabolismus bedeutet, dass der Tumor nicht wächst. Das ist aber noch nicht gleichbedeutend damit, dass er schrumpft.
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der residuellen Weichgewebsverdichtung: Rest/Überbleibsel des Tumors.
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somit kein sicherer Nachweis von Restvitalität: vorsichtige Umschreibung, dass der Tumor abgestorben ist.
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Verlaufskontrolle empfohlen: nächstes CT gegen Ende Juni.
Wiederum zusammengefasst: der Tumor ist derzeit nicht mehr als Tumor nachweisbar. Er wächst nicht, sondern schrumpft, d.h. der Körper hat ihn besiegt und ist gerade dabei, die Reste zu verarbeiten. Der Tumor ist tot. Wenn beim nächsten CT immer noch nichts gefunden wird, dann gehöre ich zu den (leider wenigen) Menschen, die den Lungenkrebs besiegt haben.
Mehr dazu folgt. Muss noch viele Telefonate durchführen und Emails schreiben.
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28.01.2011, 13:45
Mein persönlicher Kampf
#23
Es gibt Tage, die machen betroffen!
Gestern war das die Erinnerung der KZ-Befreiung, heute die Schilderung Deines aktuellen Befundes.
Ob die Details nun hier ins Forum gehören, kann man sicher diskutieren.
Warum aber eigentlich nicht.
Ich wünsche Dir in dem Sinn des oben beschriebenen Verlaufs alles, alles Gute!
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28.01.2011, 17:14
Mein persönlicher Kampf
#24

Zitat von
steppenwolf53
Es gibt Tage, die machen betroffen!
Gestern war das die Erinnerung der KZ-Befreiung, heute die Schilderung Deines aktuellen Befundes.
Ob die Details nun hier ins Forum gehören, kann man sicher diskutieren.
Warum aber eigentlich nicht.
Ich wünsche Dir in dem Sinn des oben beschriebenen Verlaufs alles, alles Gute!
Äh, der Befund ist eigentlich mega-geil. Im Frühjahr/Sommer 2010 hatte der Tumor auf einem 2-dimensionalem Bild eine max. Größe von grob 5x5cm. Im November waren es noch 2,4x2,5. Jetzt ist er gar nicht mehr als Tumor klassifiziert. Es wird noch von einer Verdickung im ehemaligen Tumorareal gesprochen, auf einer Länge von ca. 10mm. Es ist also nicht mehr viel davon da und der kleine Rest scheint noch nicht mal mehr aktiv zu sein!
Noch vor einem halben Jahr war meine Überlebenswahrscheinlichkeit so um die 5%. Aber nach dem heutigen Befund gelte ich als fast geheilt!
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