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Baerlins Tagebuch

  1. Baerlins Tagebuch #1457
    Vieja Bolluda

    Mahlzeit

    Zitat Zitat von Nobse Beitrag anzeigen
    ...Ich liebe Kuchen und Torten. Besonders mit Schlagsahne...
    Sogar, auch warm?


  2. Baerlins Tagebuch #1458
    Baerlin
    Ich will mal wieder ein bisschen mehr hier im Tagebuch schreiben!
    Mal schauen, ob es klappt...............

    300er Brevet Kiel am 09.03.2011:


    Um 04:45 Uhr klingelte der Wecker! Viel geschlafen hatte ich nicht. War zwar um 9 Uhr im Bett; konnte aber nicht so gut schlafen. Es ist nicht gerade beruhigend, wenn man im Bett liegt und den Wind draußen hört. Und man weiß, dass man am nächsten Tag 300 km fahren wird! Dazu die Erinnerung vom 300er im letztem Jahr.

    Gegen 05:15 Uhr bin ich in Schönberg los gefahren. Der Wind hatte zum Glück nach gelassen. Gegen 06:15 Uhr war ich dann am Startpunkt. Unterlagen geholt, usw..
    Mich erkundigt, wo ich nach 24 Uhr einen Stempel bekomme. Die letzte Kontrolltankstelle schließt um 24 Uhr. Da ich mit ziemlicher Sicherheit nicht vor 24 Uhr in Kiel sein werde, muss ich ja wissen, wo ich mir nachts noch einen Stempel holen kann!

    Um 7 Uhr ging es dann los. Ich war mal wieder, wie nicht anders zu erwarten, das einzige MTB. Bis zum Ortsausgang Kiel konnte ich an der Gruppe dran bleiben und dann ging es alleine weiter. Unterwegs sah ich dann noch 2 RR-Fahrer, die verkehrt abbiegen wollten. Habe denen zu gerufen, dass sie falsch sind. Die haben sich dann erst mal 10 Mal bei mir bedankt.

    Das Wetter war ganz gut. Sonnig und der Wind hielt sich in Grenzen! So fuhr ich dann über Honigsee nach Flintbek. Von dort aus weiter über Rumohr, Haßmoor nach Rendsburg. Hier ging es mit der Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal. Und ich hatte sogar Glück; die Schwebefähre war da. Bis hier hin lief es sehr gut. Meine Stelle am Fuß machte sie auch noch nicht bemerkbar. Zum Glück! Auf der Schwebefähre traf ich dann noch 3 andere RR-Fahrer. Nach einer gefühlten Ewigkeit fuhr die Schwebefähre ab. Da war recht viel Verkehr auf dem NOK. Ab Rendsburg bin ich dann mit den 3 RR-Fahren zusammen gefahren. Ich konnte sogar sehr gut mithalten. Im Windschatten. Tacho war immer so bei 30 km/h. Windschatten macht eine Menge aus. Die Strecke führte direkt am NOK entlang. Landschaftlich sehr schön! In Breiholz war die erste Kontrolle. Nach 71 km. Hier mussten wir die Kontrolle frei wählen. Wir entschieden uns für einen Bäcker. Ich und ein RR-Fahrer wollten die Pause kurz halten, die anderen beiden wollten länger pausieren. Ich habe noch schnell ein Schokobrötchen gegessen und bin dann mit dem RR-Fahrer weiter gefahren. Jetzt nahm der Wind auch zu. Ich habe davon nicht all zu viel gemerkt! Konnte ja im Windschatten fahren. Es war sehr nett mit dem RR-Fahrer. Er hatte viel von Paris-Brest-Paris erzählt. Wir sind über Osterrade, Tellingstedt, Glüsing, Kleva nach Friedrichsstadt gefahren. Dieses Jahr wurde ich nicht zwischen Kleva und Friedrichsstadt von der Straße gepustet. Im letzten Jahr wurde ich an der Stelle von 3 Windböen von der Straße gefegt. Ich war zwar nie gestürzt, aber schön ist es trotzdem nicht.

    In Friedrichsstadt trennten wir uns. Der RR-Fahrer wollte eine längere Pause machen. Ich wollte nur schnell ein Würstchen essen und dann weiter fahren. Dieses Jahr war ich 2,5 Stunden früher in Friedrichsstadt, als im letzten Jahr.

    Jetzt gab es auch mal Streckenabschnitte mit Rückenwind und teilweise war es sogar Windstill. Ich konnte das Tempo immer bei 23 – 25 km/h halten. Hatte allerdings ein wenig bedenken, dass sich das hohe Tempo irgendwann rächt. Die Strecke ging jetzt über Schwabstedt, Ostenfeld, Ahrenviöl nach Eggebek.
    Viele Steigungen gab es nicht. Typisch Nordfriesland. Aber eine landschaftlich schöne Gegend. Ganz anders als bei uns.
    Einmal habe ich mich dann noch verfahren. Ich hatte gerade so schön Rückenwind. Habe nicht auf dem Garmin geschaut und schon war ich an einer Abbiegung vorbei gefahren. 2 km Umweg. Egal. Selbst Schuld! An der Kontrolle in Eggebek traf ich 2 RR-Fahrer. Die wollten, dass wir zusammen fahren. Warum auch immer!? Ich habe mir dann erst mal meinen Stempel geholt, Trinkflaschen aufgefüllt und wieder ein Würstchen gegessen! Weiter ging es dann mit den beiden RR-Fahren. Die beiden sind ohne GPS gefahren. Nur nach Streckenbeschreibung. Die waren ein wenig am Schimpfen über die schlechte Streckenbeschreibung. Die beiden sind recht flott gefahren. Die waren meistens immer 200 Meter vor mir. Mich hat es nicht gestört!
    Ich konnte sie auf jeden Fall einige Male zurück rufen, weil sie falsch abgebogen sind. Die Strecke führte uns über Langstedt, Sieverstedt, nach Satrup! Hier war eine kurze Zwangspause. Die beiden wollten an einer T-Kreuzung links abbiegen und ich rechts. Kurze Diskussion. Dann kam ein fremder RR-Fahrer. Der fragte, ob er uns helfen kann. Wir meinten, wir wollen nach Steinbergkirche. Und er meinte er fährt mit uns. Ich hatte übrigens Recht; wir mussten links herum! Bis Sörup konnte ich dann an den 3 RR-Fahren dran bleiben, aber dann musste ich sie fahren lassen. 32 km/h ist doch zu crass mit dem MTB. Die letzten 10 km bis Steinbergkirche bin ich dann alleine weiter gefahren. Dort traf ich die beiden RR-Fahrer wieder. Sie wollten wieder auf mich warten. Ich habe dann noch ein Mars gegessen und meine Trinkflasche aufgefüllt und dann konnten wir weiter fahren! Gleich hinter Steinbergkirche verloren wir einen RR-Fahrer. Wir haben ihn zwar noch zu gerufen, aber er hat uns nicht gehört. Also sind wir dann zu zweit weiter gefahren. Die ersten 15 km nach der Kontrolle verliefen sehr gut, aber dann wurden sie zäh. Die KM auf dem Tacho gingen überhaupt nicht weiter. Teilweise hatten wir auch den Wind etwas von vorne. Dann noch mal verfahren. Ich hatte zu spät auf dem Garmin gesehen, dass wir abbiegen müssen. In dem Moment war ich im Windschatten gefahren und da kann man nicht permanent auf dem Garmin schauen, sondern auf dem Vordermann.

    Der RR-Fahrer war meistens 100 m im Voraus. Mal sind wir auch nebeneinander gefahren. Immer verschieden!

    Irgendwann haben wir dann Lindaunis erreicht. Hier mussten wir die Schlei überqueren. Über die Brücke war ich noch nie gefahren. Das ist eine einspurige Brücke. Wir hatten natürlich die Ampel bei rot erwischt. Die Brücke ist für Radfahrer nicht ganz ungefährlich. Es führen Eisenbahnschienen über die Brücke. Da muss man schon ein wenig aufpassen. Jetzt waren es noch 5 km bis Rieseby. Die 5 km fühlten sich eher wie 10 km an. Gegen 18 Uhr erreichten wir dann Rieseby. 236 km waren wir bis hierhin gefahren. Ich wollte hier etwas länger pausieren. Der RR-Fahrer wollte auch eine längere Pause machen. Stempel geholt, Getränke gekauft. Dann noch ein paar Nudeln gegessen. Auf längeren Touren habe ich immer gekochte Nudeln dabei. Dann habe ich noch telefoniert. Der RR-Fahrer wollte dann nach Garmin fahren. Also hat er noch schnell seinen Garmin dran gebaut. Dann kam auch der RR-Fahrer, den wir hinter der letzten Kontrolle verloren haben. Er war ziemlich am Schimpfen über die schlechte Streckenkarte. Wir sind dann wieder zu 3. weiter gefahren. Jetzt mit Rückenwind und Windschatten. Wir sind ziemlich zügig vorwärts gekommen. Der weitere Streckeverlauf ging über Kosel, Osterby, Groß Wittensee, Haby nach Sehestedt. Auf dem Weg dorthin ging die Strecke 2 Mal über Spurplattenwege. Fanden wir 3 nicht ganz so toll. Einmal hat Garmin den Weg etwas ungenau angezeigt. Alles kein Problem!

    In Sehestedt hatten wir Glück. Die Fähre war gerade da. Allerdings verzögerte sich die Abfahrt etwas, da wieder recht viel Verkehr auf dem NOK war. So konnte ich noch mal Batterien von meinem Rücklicht wechseln. Armlinge anziehen. Langsam wurde es wieder kühl. Tagsüber hatten wir um die 16 Grad und jetzt nur noch 10 Grad.
    Dann ging es weiter Richtung Westensee. Auf dem Stück verloren wir wieder unseren RR-Fahrer. Nun schon zum zweiten Mal. Rufen brachte auch nichts. Also sind wir wieder zu zweit weiter gefahren. Die Strecke ging direkt am Westensee vorbei, wo es noch mal eine etwas längere Steigung gab. Dann hatten wir noch Rehe vor dem Rad. In Ruhmoor mussten wir noch mal halten. Meine Batterien vom Garmin waren leer. Schnell wechseln. 20 Meter weiter waren die Batterien von meinem Mitfahrer leer. Also wieder halten. Langsam war es auch dunkel. Fahren mit im dunklen ist nicht leicht, wenn man nicht gerade alleine fährt. Es erfordert schon viel Konzentration. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich es nicht gewohnt bin im dunklen zu zweit zu fahren. In der Regel fahre ich alleine im Dunklen!
    In Molfsee haben wir uns noch mal kurz verfahren. Man muss auf die Straße schauen, auf den Vordermann und dann noch auf den Garmin. Dabei fährt man schnell an einer Abbiegung vorbei!
    In Rammsee war die vorletzte Kontrolle. Gerade als wir los fahren wollten, kam der verlorene RR-Fahrer. Er hatte sich völlig verfahren. Wir sind dann zu dritt weiter gefahren. Auf Radweg. Die beiden wurden mir dann zu schnell. Ich fahre nicht mit Tempo 30 im dunklen über Radwege, die ich nicht kenne. Da fahre ich lieber etwas langsamer. Kurz vor Kiel haben die dann auf mich gewartet und wir sind dann zu 3. durch Kiel gefahren. Gegen 22 Uhr waren wir dann an der letzten Kontrollestelle.
    Dann waren es nur noch 800 Meter bis zum Startort. Hier haben wir noch kurz geschnackt.
    Anschließend bin ich die 16 km wieder nach Schönberg gefahren.
    Mit meiner Zeit bin ich mehr als zufrieden. Ich dachte ja, dass ich wesentlich länger unterwegs bin.

    Insgesamt waren es 311 km mit einem Schnitt von 23,1 km/h. Reine Fahrzeit waren 13:23 Stunden!!!


    Mit An- und Rückfahrt waren es 353 km!

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