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12.05.2007, 16:06 Rad vom Händler kaputt geschraubt - da hätt' ich's auch selbst machen können... #1hotbot
Rad vom Händler kaputt geschraubt - da hätt' ich's auch selbst machen können...
Hallo.
Ich habe ein kleines Problem, was sich für mich sehr sehr ärgerlich entpuppt hat. Kurze Vorgeschichte.
Ich fahre ein altes Rad, das für mich persönlich noch ok ist. Vor etwa 3 Wochen hatte ich mit dem Rad der Marke Diamond Back ein kleines Problem.
Und zwar machte das Tretlager Geräusche, knarrte etwas. Habe zunächst bei meinem Händler vor Ort Pedale neu gekauft, weil ich dachte, damit könnte ich
das Problem vielleicht schon beheben. War leider nicht so - egal. Rad eingepackt und bin zum Händler hingefahren. Da ich gleichzeitig mit einem neuen
Rad liebäugelte, hab ich angefragt, obs möglich wäre, das Rad in Zahlung zu geben. Da grinste er nur und meinte eben, nein, wäre nichts mehr wert. Garnichts!
Gut hab ich mir sofort gedacht - dann lohnt auch keine Großwartung mehr für mich, dann lieber ein neues, aber das alte sollte einigermaßen wenigstens fahrbar bleiben.
Also für mich funktionierte es wirklich perfekt, die Gänge liefen wie Butter, die Qualität stimmte auch - angemessen zum Alter natürlich. Auch wenns mir vom Rahmen
etwas zu klein geworden war und auch vorn keine Federgabel hatte. Der Händler kam mir vernünftig entgegen und meinte, ich solle wirklich nur das aller aller nötigste
daran von ihm machen lassen, nicht mehr, da es einfach nicht lohne. Gut. Ich habs dann da gelassen das Rad und von ihm "nur" das Innenlager machen lassen - nichts weiter. Zumindest war das so vereinbart, wie er ja selbst vorschlug.
Um noch etwas weiter auszuholen, mein Bruder hat dort vor wenigen Wochen bei diesem Händler sein Rad MTB geholt, knapp 400 Euro, meine Eltern (1x 500 Euro Cross; 2x 400 Euro City Räder). Also quasi Stammkunden, das zu reparierende Rad war auch von ihm gekauft worden, vor etwa 8-10 Jahren, weiss ich nicht mehr genau, müsste ich mal auf die Rechnung schauen, ist aber für den Vorfall unerheblich.
Soderle, dann kam ein Anruf, Rad sei fertig. Als ich es holte, staunte ich nicht schlecht - Rechnung von 90 Euro! War ich mal gespannt, was daran gefeilt wurde.
Ja, meinte der Händler, das Tretlager sein so verkriesknaddelt gewesen, dass er es richtig raustrennen musste, um ranzukommen, bei der Gelegenheit hat er noch gleich eine neue Kette raufgezogen, und das Tretlager sei eben neu gemacht.....und das bei einem Rad, das der selbige Händler 3 Tage zuvor noch auf Wert 0,- geschätzt hatte und selbst riet, das aller allernötigste zu machen. Und die Kette und das Tretlager waren ok - nur das Innenlager hätte erneuert werden müssen. Angerufen hatte er vorher nicht, bevor er die aufwändigen Reparaturen machte.
Zähneknirschend hab ich bezahlt, ist ja mein gutes altes Rad, obwohl ich den Preis hätte für ein besseres sparen können. Naja ok - Fehler macht man, ich hätte es im schriftlich geben sollen, dass er das allernötigste machen soll.
Daheim hatte ich erstmal keine Zeit, das Rad zu testen, hat außerdem die ganze Zeit geregnet, war etwas erkältet und erst heute morgen wieder dazu gekommen, biken. Kaum 200 Meter vom Haus entfernt merke ich, dass da was nicht stimmt, ich bekomme fast keinen Gang mehr gescheit herein, auf dem hinteren Zahnrad (21-Gang Rad) springt die kette wie wild auf dem 3. und 4. Gang herum und ich kann den Fehler nicht finden, da die Schaltung perfekt eingestellt war.
Und sieheda, das Tretlager guckt rechts, also da wo das große Zahnrad für die Kette ist, direkt also an der rechten Pedale, fast 1 Centimeter mehr heraus, als vorher, sprich - das ganze System ist diagonal versetzt und die Kette liegt schief auf den ganzen Zahnrädern, kein Wunder, dass da nichts mehr rund läuft.
Ab zum Händler, der meinte natürlich, er weiß von nichts. Ich hätte kochen können vor Wut, aber gut, muss ja sachlich bleiben - 90 Euro Rechnung für ein Rad, das nichts wert ist und dann noch Pfusch abliefern - toll. Ich habe ihm gesagt, er solle das ganze reparieren, es ist nicht meine Aufgabe, herauszufinden, was er da eingebaut hat - ich vermute mal, das gesamte Tretlager passt garnicht ins Rad hinein, zumindest schauts rechts so aus, als sei das Tretlager viel zu groß für das Fahrrad.
Hattet ihr auch schonmal sowas erlebt? Da kaufe ich mein nächstes Rad bestimmt nicht mehr. die ganze Familie hat knapp 3000 Euro dagelassen, alle Räder dort gekauft und dann gibts so einen Pfusch und nachher will er nichts von wissen - ist ein kleiner Händler - eigentlich ein persönlicher.
Wollte das nur mal bei euch erfragen, ob ich der einzige bin, den man dermaßen vereimert?
Im Nachinein hätte ich mir lieber einen Samstag frei genommen und ein Tretlager selbst eingebaut bzw. das Innenlager gewechselt und viel Geld gespart. Das nächste Mal bin ich schlauer.
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12.05.2007, 16:11 Rad vom Händler kaputt geschraubt - da hätt' ich's auch selbst machen können... #2Kohmski
Hallo,
Zu Kette: Das ist normal, die Kette ist neu, das Ritzel hinten alt...das gibt sich, da sich die Kette erstaml anpassen muss.
Zur Kurbel: Bei Vierkant ist das nicht schlimm, wenn der linke Kurbelarm ein wenig hervorsteht. Siehe auch hier:
http://www.radforum.de/showthread.php?t=18442
Simon
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12.05.2007, 16:16 Rad vom Händler kaputt geschraubt - da hätt' ich's auch selbst machen können... #3v.Max
90€ ist aber schon eine stattliche Summe dafür, dass er "nur das nötigste" machen wollte. Zumindest hätte er dich genauer informieren sollen und besonders klug hat er die Komponenten scheinbar auch nicht gewechselt.
Und dann auch noch Stammkunden im Regen stehen lassen!

Lass das Rad jetzt noch bei ihm fertig machen.
Und dann geh besser zu einem anderen Laden, wenns möglich ist.
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12.05.2007, 16:43 Rad vom Händler kaputt geschraubt - da hätt' ich's auch selbst machen können... #4hotbot
Hi Max, jo das mache ich auch so. Das Rad soll noch für wenige Euros verkauft werden, auch wenn ich auf den Kosten sitzenbleibe, der Keller ist sonst zu voll. Der Händler hat es leider nicht nötig, ein eingesessener Händler, der viel Laufkundschaft (ältere meistens) hat und keine Aquise betreiben muss. Naja, wer weiß wie lange noch.
Hi Kohmski, von Technik verstehe ich soviel nicht, was auch der Grund war, zur Werkstatt zu gehen, aber die Kette war eigentlich noch garnicht so alt, wurde letztes Jahr von meinem Vater gewechselt und lief gut. Aber die Sache mit der Kurbel schaue ich mal nach, auch wenn ich es für die Pflicht des Händlers sehe, sowas nicht dem Kunden zu überlassen.
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12.05.2007, 19:38 Rad vom Händler kaputt geschraubt - da hätt' ich's auch selbst machen können... #5Peugeot Nice
echt ne´Unverschämtheit vom Fahrrad Händler.

Als ich bei meinem Rad das Tretlager wechsseln ließ, sprich als ich das Rad zur Reparatur da ließ und abholte, merkte ich auf einmal, dass die vordere Nabe Geräusche machte. Und ich bin mir sicher, die war vorher ok. Hät´s sonst gemerkt. Aber was soll man machen


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12.05.2007, 22:00 Rad vom Händler kaputt geschraubt - da hätt' ich's auch selbst machen können... #6gorillagela
Wieviel Ärger willst Du mit ihm ?
1. Fahrradreparieren ist ein Werkvertrag. Da ist die vergütung aber erst fällig, wenn der Kunde das Rad abgenommen hat, Du also nach der Probefahrt sagtst "OK, hast Du gut gemacht."
2. Wenn du die anderen Reparaturen nicht in Auftrag gegeben hat, (Kopie des Reparaturscheins), musst Du sie auch nicht bezahlen.
Geh nötigenfalls mit Deinem Vater dhin, falls Du das Gefühl hast, für blöd verkauft zu werden.
3. du siehst meinen Avatar ?? "Das ist meine Rechtsanwältin!!"
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28.05.2007, 16:44 Rad vom Händler kaputt geschraubt - da hätt' ich's auch selbst machen können... #7Groovemonkey
Außerdem: Händler müssen auf ihre Waren und Dienstleistungen 24 Monate Gewährleistung geben (also auch auf deine Reparatur)...
Wenn er also schon nicht auf den Zug mit der nicht auftragsgemäßen Ausfürhung von Arbeiten aufspringen möchte, dann bekommst du ihn zumindest über die Gewährleistungsschiene (in den ersten sechs Monaten ist er zudem in der Beweispflicht).
Ich finde es auch sehr unverschämt, dass der Händler nicht darauf hinweist, dass eine neue Kette mit altem Ritzelpaket zu Problemen führen könnte.
Sollte dein Händler Mitglied im VSF (Verband der selbstverwaltenden Fahrradhändler) sein, kannst du auch bei denen mal freundlich darauf hinweisen, welche Geschäftsgebahren dort anscheinend Alltag sind...
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11.09.2008, 09:38 Rad vom Händler kaputt geschraubt - da hätt' ich's auch selbst machen können... #8Gast6427
Ich stimme meinen Vorpostern zu:
- Es sollte ein Reparaturvertrag schriftlich vorliegen in welchen vereinbart ist, was genau gemacht werden soll. Selbst dann kann es bei Streitigkeiten noch Probleme geben, wenn die Formulierungen unglücklich gewählt sind (kenne ich von der Autowerkstatt).
- Falls bei der Instandsetzung weitere Maßnahmen, die nicht vereinbart wurden (siehe Rep.Vertrag), notwendig werden, ist die Werkstatt verpflichtet nachzufragen. Als Auftraggeber muss man nichts bezahlen, was man auch nicht in Auftrag gegeben hat.
- Falls die Ausführung unbefriedigend sind, klärt man das mit dem Auftragnehmer. Klappt das nicht, dann ist der vielleicht einem Verband angeschlossen, welcher eine Schlichterstelle hat (ist bei KFZ grundsätzlich so, in anderen Branchen eigentlich auch üblich).
Die Kassette am Hinterrad, die Fahrradkette und der Zahnkranz vorne bilden eine Einheit, sollten aufeinander abgestimmt sein. Bei einem optimalen Ergebnis wechselt man nicht nur die Kette sondern auch gleich die Kassette. Das aber wurde hier nicht vereinbart, daher wäre die Kette auch nicht zu wechseln gewesen!
Dieser Posten auf der Rechnung, ich hoffe mal, dass da nicht nur einfach 90 Euro gestanden haben sondern Material und Arbeitslohn aufgelistet sind, muss nicht gezahlt werden!
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