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Köter sein Radtagebuch

  1. Köter sein Radtagebuch #1
    koeter1097

    Köter sein Radtagebuch

    So, vor lauter Euphorie über die anscheinend behobenen Knieprobleme werde ich von Zeit zu Zeit an dieser Stelle was zum Besten geben. Vermutlich werden es viele 08/15-Einträge werden, da ich einen Großteil meiner Kilometer durch Arbeitsweg und sonstige, kleine Abstecher sammle – mein Rad ist zu einem nicht unerheblichen teil schlicht Nahverkehrsmittel. Somit wird dies kein Trainingstagebuch im engeren Sinne, andere sind das aber auch nicht, und offensichtlich ist das Forum tolerant genug, über solche Details hinwegzusehen.

    Nach dem hartnäckigen Winter begann die Radsaison 2006 für mich in der letzten Märzwoche mit einem Tachostand von 3.076 km.

  2. Köter sein Radtagebuch #2
    koeter1097
    17. Juni 2006. Ich will die angeblich alle Knieprobleme beseitigenden Specialized-Schuhe antesten. Üblicherweise fangen nach 30 km die ersten Zipperlein an, mit viel Getrickse kann ich dann noch weitere 30-40 km schinden, dann aber abends kaum noch laufen und am nächsten Tag keine Treppen mehr benutzen – vor allem runter. Störend, und bestimmt nicht gesundheitsfördernd. Also steht heute stumpfsinniges Kilometerschrubben auf dem Programm.

    Start im Duisburger Norden (Neumühl), durch den Meidericher Freihafen über die Homberger Rheinbrücke nach Moers. Nach 16 km endlich raus aus der Stadt. Weiter über die B60 nach Neukirchen-Vlyun, irgendwo bei Schaephuysen fällt die magische 30 km Grenze. Vom Knie kein Mucks. Bei Aldekerk auf die „alte B60“, vorbei an Wachtendonk. Nach 47 km über die Grenze nach Holland, weiter in die Innenstadt von Venlo. Unter geschätzten 10.000 weiteren Radfahren bin ich wohl der einzige mit Radhelm, -brille und mehr als drei Gängen Möchte an der Maas meine Schokocroissants mümmeln, fahre irgendwo am Bahnhof über eine Brücke, sehen aber nirgendwo was geeignetes, um mich niederzulassen. Also wieder zurück auf die „Einkaufsseite“ der Maas. Als ich ein lauschiges Plätzchen gefunden habe stelle ich fest, dass es hier auch anderen gefällt. Ein „Gast“ schläft auf einer Bank, da er sich vermutlich zuvor an den Biervorräten seiner Kollegen auf Bank zwei gütlich getan hat. Was soll’s, fahre ich halt wieder heim, bin ja heute sowieso nur zum Kilometersammeln aufgestanden. Der Tacho nähert sich den 60 km, und das Knie ist immer noch ruhig.

    Auf dem Rückweg stelle ich fest, dass 1,5 Liter Wasser zu wenig sind – die Temperaturen nähern sich nach einem kühlen, trüben Morgen der 30 Grad-Marke. Will in Aldekerk meine Vorräte auffüllen und sehe einen Arbeitskollegen in der Sonne sitzen, während er sich seine Currywurst reinschiebt. Die Wasservorräte bleiben, wie sie sind, stattdessen gleiche ich meinen Flüssigkeitshaushalt mit einem halben Liter Bier aus. Das und die sich anschließende Wohnungsbesichtigung (insgesamt eine Stunde) bringen mich etwas aus dem Tritt, ich brauche fünf Kilometer, bis der Motor wieder läuft. Ich staune über mein noch immer unauffälliges Knie und beschließe, nach 99 km einen etwas übergewichtigen Rennradfahrer die Friedrich-Ebert-Brücke hinaufzutreiben. Die nächsten drei Kilometer fahren wir „zusammen“. Entweder hat er sich bei der unterwegs gesichteten RTF verausgabt, ist von Haus aus schlecht drauf oder lacht sich heimlich kaputt. Wie dem auch sei, ich bin zufrieden, dass der Tacho auch nach über 100 km noch an der 30 km/h-Marke züngelt. Bis zu Hause sind es dann 108 km, und nach dem Duschen mähe ich völlig schmerzfrei den Rasen.

    Als Durchschnitt verbleiben magere 22,8 km/h, inklusive 30 km Duisburger Stadtverkehr sowie 10 km Bummel durch Venlo. Die Waage meldet 600g weniger als vor dem Frühstück, ich hatte wohl definitiv zu wenig Wasser dabei.

    Kilometerstand 4.577
    Geändert von koeter1097 (19.06.2006 um 08:25 Uhr)

  3. Köter sein Radtagebuch #3
    koeter1097
    So, erwartungsgemäß eine unspektakuläre Woche, bestehend aus Arbeitsweg und kleineren Besorgungen. Wenigstens bin ich trotz des zum Teil fragwürdigen Wetters nicht ein Mal ernsthaft nass geworden.

    Gestern hat's immerhin zu einer Fahrt zu meinen Eltern gereicht, die gnädige Frau im Kindersitz dabei. Auf dem Rückweg muss ich am erstbesten Büdchen einen Schokoriegel ausfassen, der mir aber auch nicht wirklich hilft. Blöder Süßkram. Hätte besser auf Mutters Küche zurückgegriffen. 41 km, davon 15 km Stadtverkehr, der Rest freie Fahrt. Durchschnitt 23,6 km/h.

    Kilometerstand 4.755
    Geändert von koeter1097 (03.07.2006 um 09:06 Uhr)

  4. Köter sein Radtagebuch #4
    koeter1097
    Das übliche und noch mal bei meinen Eltern vorbei geschaut, allerdings ohne Kindersitz. Der Hinweg war wirklich flott (27,3 km/h), auf dem Rückweg gegen 19 Uhr habe ich dann gemerkt, dass das Mittagessen a) schon einige Stunden zurück liegt und b) entsprechend den irren Temperaturen auch wenig nährreich ausgefallen war. Wieder macht mir also das Essen einen Strich durch die Rechnung. Unter dem Strich bleibt ein Durchschnitt von 26,3 km/h über die bekannten 41 km.

    Kilometerstand 4.929

  5. Köter sein Radtagebuch #5
    gorillagela
    Nimm Dir doch eine Trinkflasche mit Apfelschorle oder etwas gesüsstem Tee mit. Ein Glas Apfelschorle im Mischungsverhältnis 1:1 hat 12 g Kohlenhydrate. Das hilft Dir über den Hungerast hinweg.

  6. Köter sein Radtagebuch #6
    koeter1097
    Kann ich mal versuchen. Allerdings habe ich mit "süß" so meine Probleme, bei Hunger brauche ich was "richtiges". Ich zähle auch nicht zu den Leuten, die ein Mittagessen durch ein (paar) Stück Kuchen oder einen Eisbecher ersetzen können. Eigentlich würde es reichen, wenn ich trottel mir ein paar Müsliriegel einstecken würde. Fällt mir immer dann ein, wenn's zu spät ist.

  7. Köter sein Radtagebuch #7
    Banane
    Zuspät ist es nie. Jetzt weißt du es für das nächste mal.

  8. Köter sein Radtagebuch #8
    ein neuer alter
    "Köter sein Radtagebuch"?

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod.

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