Hallo Julia,
es gibt natürlich kein 100% aufbruchssicheres Schloß.
Aber es gibt bessere und es gibt schlechtere.
Die sog. Scheibenzylinder, die bei ABUS z.B. X-Plus genannt werden, lassen sich mit vertretbarem Aufwand kaum noch durch Picken (zerstörungsfreies Öffnen des Schließzylinders durch ein spezielles Vibrationswerkzeug) knacken. Das Prinzip findet man m.W. auch bei Trelock.
Auch mit Eisspray bekommt man die besseren Schlösser nicht mehr auf, die sind alle bis zu erheblichen Minusgraden hin getestet.
Öffnen kann man aber jedes Schloß mit genügend brutalem Einsatz, also z.B. mit einer guten Flex.
Wenn Du Dein Fahrrad dort abstellst, wo ein potentieller Dieb dann auffällt, wenn er brutale Gewalt einsetzt und wo er eigentlich auch nicht die Zeit hat, aufwendige Maßnahmen einzusetzen, bist Du einigermaßen auf der sicheren Seite.
Es hängt sicher auch vom Preis des Rades ab, welches Schloß gerechtfertigt ist, je teurer das Rad, umso teurer das Schloß.
Zu guter letzt muß das Schloß noch handhabbar und transportabel sein, d.h. ein Motorrad-Bügelschloß z.B. mit sehr hoher Sicherheit auch gegen flexen mit über 3kg Gewicht wird kaum einer mitnehmen.
Ich habe das ABUS Granite 54 X-Plus Bügelschloß, das ist transportabel und gut handhabbar, es paßt nur an viele Laternenpfähle nicht - ich muß dann das nächste Verkehrsschild suchen.
Zum Schluß nicht unerwähnt sollte bleiben, daß ein gutes Schloß zwar den Diebstahl des Rades verhindern oder sehr erschweren kann, aber die Komponenten natürlich auch Begehrlichkeiten wecken können.
Teure Felgen, Schaltungen oder Nabendynamos mit Schnellspannern sind schnell weg, genauso wie ein teurer
Sattel. Hier gehören ordentliche Schrauben oder sogar speziell Sicherungen wie Pitlock hin.
Gruß
Helge