Familie: Radfahren mit Kindern
von
nivella
Veröffentlicht: 10.01.2012 19:38
zu Familie: Radfahren mit Kindern

Bald startet wieder die Fahrrad-Saison
Wenn der Frühling mit Sonnenschein und warmen Temperaturen lockt ist das für Viele das erste Zeichen den Drahtesel wieder aus dem Keller zu holen und auf Vordermann zu bringen. Ketten werden gölt, Schläuche geflickt, Bremsen gecheckt, Lampen ausgewechselt und das ganze Fahrrad wird geputzt.
Kinderfahrrad schult Orientierungs- und Gleichgewichtssinn
Gerade für Familien mit Kindern ist diese Jahreszeit ideal, um mit dem Nachwuchs auf dem Kinderfahrrad das Radfahren zu üben. Die Fortbewegung mit dem Kinderfahrrad bringt den Kleinen dabei nicht nur jede Menge Spaß, sie schult auch den Orientierungs- und Gleichgewichtssinn. Kleinkinder sollten daher bereits mit pedallosen Laufrädern, Tretrollern oder mit sogenannten Spielrädern üben. Für Kinder ab sechs Jahren empfiehlt sich dann ein Kinderfahrrad für das Fahren auf Gehwegen. Fahrradfahren fördert die Körperbeherrschung und bereitet spielerisch auf die spätere Teilnahme am Straßenverkehr vor. Die Eltern sollten aber bei der Wahl des Fahrrades darauf achten, dass es auch zum Kind passt: Ist das Kinderfahrrad zu groß oder zu klein, leidet die Fahrsicherheit und schnelles Bremsen, Lenken und Auf- und Absteigen sind nicht mehr ausreichend gewährleistet.
Sicherheit geht vor: Das Kinderfahrrad im Straßenverkehr
Bei allen Radvarianten sollten Eltern besonders viel Wert auf die Verkehrssicherheit beim Kinderfahrrad legen. Ab dem zehnten Lebensjahr dürfen Kinder nicht mehr auf Gehwegen radeln und sollten sich daher im Straßenverkehr sicher bewegen können und vor allem gut erkennbar sein. Regelmäßige Wartung, ausreichende Beleuchtung am Kinderfahrrad und Reflektoren (auch an der Kleidung) und natürlich das Tragen eines Helms sind dabei ein Muss. Zudem sollten Eltern die Fähigkeiten ihrer Sprösslinge richtig einschätzen, um sie vor unnötigen Gefahren zu schützen. So ist zum Beispiel die Konzentrationsfähigkeit der Kleinen erst ab dem fortgeschrittenen Grundschulalter ausreichend ausgebildet, um im Straßenverkehr mit dem Kinderfahrrad den Überblick zu behalten und im Zweifelsfall rechtzeitig lebenswichtige Entscheidungen zu fällen. Auch das Einschätzen von Geschwindigkeiten und Bremswegen fällt dem Nachwuchs auf dem Kinderfahrrad zunächst noch schwer. Eine mehrjährige Verkehrs- bzw. Mobilitätserziehung gehört daher in deutschen Grundschulen mittlerweile zum Pflichtprogramm. Erst wenn Kinder diese Schulung erfolgreich durchlaufen haben, sollten Eltern sie vorbehaltslos am Straßenverkehr teilnehmen lassen.